Warum du niemals ein Foto vom Boarding Pass posten solltest

Warum du niemals ein Foto deiner Bordkarte posten solltest

Vor dem Abflug in den Urlaub noch schnell die Vorfreude in den sozialen Medien teilen und ein Foto vom Boarding Pass hochladen? Das solltest du niemals tun! Denn es kann einigen Schaden anrichten.

Auf dem Boarding Pass finden sich zahlreiche persönliche Informationen.
Auf dem Boarding Pass finden sich zahlreiche persönliche Informationen.

Foto: imago/blickwinkel

Allein auf Instagram findest du unter dem Hashtag #boardingpass etwa 110.000 Fotos – und damit auch jede Menge persönliche Daten. 

Auf vielen Bordkarten ist eine sechsstellige Nummer abgebildet, mit der die Airline dich als Passagier identifizieren kann, der Buchungscode – Airlines nennen ihn Passenger Name Record (PNR). Und der sollte niemals auf Facebook, Instagram oder Twitter gepostet werden.

Foto der Bordkarte gepostet: Hacker können Reservierung ändern

Denn wenn Hacker den Code und den Nachnamen kennen, können sie sich ganz einfach ins Buchungssystem einloggen und erhalten somit Zugang zu sämtlichen Daten. Dort finden sich zum Beispiel E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und Adresse wieder.

Kriminelle können diese Daten nicht nur abgreifen, sondern sie auch ändern und die gesammelten Meilen klauen. Das zeigte das Magazin „Aerotelepgraph“ bereits vor einigen Jahren in einem Test: Eine indische Journalistin hatte ihre Bordkarte bei Twitter gepostet.

Mit dem Namen und der Reservierungsnummer, die deutlich zu erkennen waren, griffen sie auf die Reservierung zu. Sie hätten den Flug problemlos annullieren oder umbuchen können. Noch schlimmer: Auch ein Identitätsklau ist möglich.

Es hilft übrigens auch nur wenig, einige Infos wie den Namen zu verdecken oder nur Ausschnitte der Karte zu posten. Den Hackern reichen bereits wenige Hinweise und ein wenig Rateglück, um sich ein komplettes Bild von den Passagierdaten zu machen. 

Den Buchungscode können Kriminelle etwa über Infos wie Name, Zielort und Barcode herausfinden. Das berichtete der israelische Sicherheitsexperte Noam Rotem dem Onlinemagazin „Travel+Leisure“.

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