Overtourism: So kämpfen Städte und Länder gegen Massentourismus

So kämpfen Städte in diesem Jahr gegen Massentourismus

Neues (Reise-)Jahr, neue Steuern und Einschränkungen: Zahlreiche Touri-Hotspots suchen nach immer neuen Maßnahmen, um der Touristenmassen Herr zu werden. Der reisereporter gibt einen Überblick.

Touristenmassen auf der Rialtobrücke in Venedig.
Touristen schieben sich über die Rialtobrücke in Venedig.

Foto: imago/viennaslide

Mehr denn je sollte 2019 ein Jahr sein, in dem wir kleinere, unentdeckte Orte bereisen. Nicht zuletzt, weil Hotspots wie Amsterdam und Venedig, die jährlich von Millionen Touristen heimgesucht werden, an ihren Grenzen sind und sich immer neue Maßnahmen im Kampf gegen die Massen einfallen lassen. 

Ein Überblick, wo du in diesem Jahr mit strengeren Regeln und höheren Ausgaben rechnen musst:

Steuererhöhung in Irland

Irland hat die Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen erhöht: von 9 Prozent auf 13,5 Prozent. Das spüren nicht nur Urlauber bei Übernachtungen, sondern sogar Einheimische – nämlich zum Beispiel in Cafés.

Die haben auf die Erhöhung, die am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, mit höheren Preisen für Cappucino und Co. eher ablehnend reagiert. Der irische „Independent“ berichtete bereits von genervten Kunden.

Zeitlimit am Machu Picchu

Wer ab diesem Jahr die Ruinen von Machu Picchu besuchen will, hat dafür nur noch vier Stunden Zeit. Die begrenzten Time-Slots müssen im Vorfeld gebucht werden. Dadurch soll unter anderem der Transport zu der berühmten Inka-Stätte entlastet werden.

Neue Gebühren in Amsterdam und Venedig

Tagestouristen, die auf Kreuzfahrtschiffen nach Amsterdam oder Venedig kommen, müssen 2019 tiefer in die Tasche greifen. Amsterdam hat bereits eine Steuer für Kreuzfahrt-Touris eingeführt, und Venedig hat immerhin grünes Licht für die Einführung von Gebühren für Tagestouristen bekommen.

Die Maßnahmen sorgen vor allem für Frust bei Reedereien und Reiseveranstaltern. So haben beispielsweise Kreuzfahrtanbieter angekündigt, statt in Amsterdam in Rotterdam zu halten.

Und gegenüber „Travel Weekly“ beschwerten sich US-Reiseveranstalter über den Mehraufwand, der durch Time-Slots wie am Machu Picchu entstehe.

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