Teilweise war die Hälfte der Pisten wegen Lawinengefahr gesperrt, einige Orte waren von der Außenwelt abgeschnitten, Hunderte Lifte mussten geschlossen werden. Und auch die Hotels und Tourismusunternehmen bekommen die Auswirkungen des Schneechaos zu spüren: Die Buchungen sind eingebrochen.

„Wir rechnen hier mit Umsatzeinbußen von 20 Prozent“, sagt Petra Nocker-Schwarzenbacher, Vorsitzende für Tourismus der Wirtschaftskammer Österreich, in einem Interview mit dem Nachrichtendienst „Travel Tribune“.

Aber: Viele Besucher hätten ihren Urlaub auf das Frühjahr verlegt. Sie gehe daher davon ausgeht, dass der Verlust durch vermehrte Urlaube im März und April bis zum Saisonende teilweise aufgefangen werde könne. Einzelne Hoteliers oder Gebiete wie die Obersteiermark würden ob der Schneemassen stark leiden.

Andere Orte profitierten vom Schneewetter

„Das war wirklich eine Ausnahmesituation. Ungewöhnlich, nicht weil einzelne Gebiete über Tage von der Außenwelt abgeschnitten waren, das ist im Winter normal, sondern weil so ein großflächiger Raum davon betroffen war“, sagt Nocker-Schwarzenbacher. Inwiefern es Entschädigungen geben kann, würde man, wenn überhaupt, erst am Saisonende diskutieren.

Andere Gebiete hingegen hätten zudem enorm von der Wettersituation protifiert, etwa Kärnten. Dort gab es kein Chaos, aber mehr Schnee als üblich. Das führte zu mehr Buchungen, auch, weil einige Urlauber dorthin auswichen.

Zudem würden nun auch Tages- und Wochenendgäste in die stark betroffenen Gebiete zurückkehren, da es nicht mehr so heftig schneit und die Sonne hervorkomme.

Dennoch hat die Wirtschaftskammer die Gewinnprognose korrigiert. Ursprünglich wollte man die Vorjahreszahl von 71 Millionen Übernachtungen um 2 Prozent toppen, nun sei das Ziel, das Vorjahresergebnis zu wiederholen.