In Paris ist der Winter angekommen – das hat die FKK-Fans in der französischen Hauptstadt aber nicht davon abgehalten, nackt ins Theater zu gehen. Gut, auf dem Weg dorthin waren sie noch angezogen. Erst in einem provisorischen Umkleideraum des Palais de Glaces ließen sie die Hüllen fallen. 

In dem Stück „Nu et approuvé“ geht es – natürlich – um Nudismus. Ein Geschwisterpaar erbt das Strandhaus der Eltern und stellt fest, dass dort alle nackt rumlaufen. Übersetzt bedeutet der Titel etwa „nackt und bewilligt“, er ist eine Anspielung auf den Behördenausdruck „gelesen und bewilligt“, auf französisch „lu et approuvé“.

Nackt ins Theater – FKK ist in der Pariser Kultur angekommen

Und was muss man beim nackten Theaterbesuch beachten? Die Zuschauer sollten aus Hygienegründen eigene Handtücher mitbringen, VIP-Gäste bekamen ein Mikrofasertuch gestellt. Socken und Schuhe durften anbleiben.

Zum Glück sei es in dem Saal „angenehm warm“ gewesen, schildert ein Redakteur des französischen „Figaro“ seine Erfahrung. 

Die Premiere am vergangenen Donnerstag war mit 300 Zuschauern ein voller Erfolg – der fortgeschrieben werden soll. Ein paar Vorstellungen sollen noch in Paris aufgeführt werden, bevor das Stück durch die FKK-Clubs und Städte des Landes tingelt.

Zwei Drittel der Premierenbesucher waren übrigens Nudisten, ein Drittel kam aus Neugier: „Zum Glück war es dunkel“, fasst einer von ihnen den FKK-Abend zusammen.