Thomas Cook: „Halbe Doppelzimmer“ in Hotels polarisieren

Mit Fremden schlafen: „Halbe Doppelzimmer“ polarisieren

Dir mit einer fremden Person im Urlaub ein Doppelzimmer teilen – das wird entweder eine neue Freundschaft oder ein absolutes Desaster. Der reisereporter erklärt, warum die Option gerade Furore macht.

Ein Mann steht zwischen zwei Betten in einem Hotelzimmer.
Irgendwo zwischen Hostel und Hotel: So könnte man Urlaub im „halben Doppelzimmer“ beschreiben. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/nrd

Wann steht man auf, wann geht man ins Bett, schnarcht einer, will man beim Schlafen ein Licht anlassen und kann ich den anderen überhaupt riechen? Es gibt einige Fallstricke, die auftauchen können, wenn du dir mit anderen Menschen ein Zimmer teilst.

Besonders sensibel wird die Situation, wenn du deinen Zimmernachbarn noch nicht einmal kennst, also anders als bei Freunden oder Partnern vor der Reise noch gar nicht weißt, welche Macken dich erwarten. Genau das passiert aber, wenn du im Hotel ein „halbes Doppelzimmer“ buchst.

Allein reisen? Mit Fremden ein Doppelzimmer teilen und beim Hotel sparen

Die Idee hat kürzlich Furore gemacht, weil Thomas Cook die Option für das neue Cook’s Club Hotel am bulgarischen Sonnenstrand beworben hat. 

Der Vorteil daran: Für Alleinreisende ist diese Option günstiger als ein Einzelzimmer. In manchen Hotels können Doppelzimmer aber sogar die einzige Option sein.

Viele Reiseveranstalter bieten „halbe Doppelzimmer“ an

Die Möglichkeit, sogenannte „halbe Doppelzimmer“ zu buchen, gibt es auch bei anderen Veranstaltern schon länger. Darunter Berge & MeerMarco Polo Reisen oder World Insight.

Dabei schlafen Alleinreisende mit einer anderen Person des gleichen Geschlechts in einem Doppelzimmer, allerdings in zwei Einzelbetten. Vor der Reise können die Zimmernachbarn keinen Kontakt aufnehmen – das verhindert der Datenschutz.

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In der Reisebranche polarisieren die „halben Doppelzimmer“: Eine Umfrage unter rund 300 Reiseprofis hat ergeben, dass nur ungefähr die Hälfte die Option ihren Kunden empfehlen würde. Als geeignete Zielgruppe sehen viele von ihnen vor allem junge Partyurlauber oder Gäste auf Rundreisen, die zumindest durch die Motivation der Reise einen kleinsten gemeinsamen Nenner hätten.

Etliche andere Befragte sehen ein zu großes Konflikt- und Beschwerdepotenzial – und da wären wir wieder bei den eingangs genannten Problemen wie unterschiedlichen Schlafrythmen, Schnarchen und unterschiedlichen Vorstellungen von Hygiene.

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