Erst betrank er sich, dann wurde er aggressiv, zog sein Shirt aus und griff einen anderen Passagier an. Doch er hatte sich den Falschen ausgesucht, denn der Mann wehrte sich heftig. Die Situation bei einem Scoot-Flug von der Gold Coast in Australien nach Singapur endete in einem Boxkampf über den Wolken.

Das Video eines Passagiers, Rico David Garilli, zeigt, wie zwei Männer versuchen, sich mit geballten Fäusten gegenseitig ins Gesicht zu schlagen. Einem gelingt es, den anderen in einen Würgegriff zu nehmen. Nachdem einige Flugbegleiter einschreiten, beruhigt sich die Situation zunächst.

Passagiervideo zeigt Prügelei in Scoot-Flugzeug 

Doch wenige Momente später reißt sich einer der Männer sein Shirt vom Kopf und geht erneut auf den anderen Passagier los. Innerhalb weniger Sekunden sind weitere Männer zur Stelle – gemeinsam bringen sie den Pöbel-Passagier im Gang zu Boden und fesseln ihn. 

Auslöser für diesen Kampf war offenbar das aggressive Verhalten des am Ende shirtlosen und gefesselten Mannes. „Nachdem für unseren Flug eine Verspätung angekündigt wurde, begann der Mann heftig zu trinken. 20 Minuten nach dem Start wurde er aggressiv und musste gezügelt werden“, schreibt Rico David Garilli unter seinem Video.

Ein Scoot-Sprecher sagte „abc.net.au“, dass der Passagier beim Boarding zunächst „normal gewirkt“ habe, jedoch schnell andere Passagiere angegangen sei.

Pöbel-Passagier hatte sich vor dem Flug betrunken

Um die Situation zu deeskalieren, hätten Flugbegleiter ihn umgesetzt und ihm keinen Alkohol mehr ausgeschenkt. Doch trotzdem sei er nach etwa zwei Stunden in der Luft ausgetickt. Die Konsequenz für alle Passagiere: Mitten über Queensland drehte die Boeing 787 um und landete in Sydney.

Die Maschine drehte über Queensland um und landete in Sydney.
Die Maschine drehte über Queensland um und landete in Sydney. Foto: flightradar24.com (Screenshot)

Dort wurde der betrunkene Mann festgenommen, wie die australische Polizei bestätigte. Eine medizinische Behandlung habe niemand benötigt.

Die Airline bedauere den Vorfall, bei dem sich einige Passagiere des Fluges TR7 unsicher gefühlt hätten. Alle seien mit alternativen Flügen nach Singapur gebracht worden.