„Blue Monday“ – 5 blaue Städte gegen miese Laune

„Blue Monday“ – blaue Städte statt mieser Laune

Der „Blue Monday“ ist der deprimierendste Tag des Jahres – der Name leitet sich vom englischen „feel blue“ ab. Dabei kann Blau so schön sein – etwa in den blausten Städten der Welt. Wir zeigen sie dir.

Zwei Katzen spähen durch die Tür eines typisch blauen Hauses in Chefchaouen.
Zwei Katzen spähen durch die Tür eines typisch blauen Hauses in Chefchaouen.

Foto: imago/ZUMA Press/Danil Shamkin

Fühlst du dich heute besonders mies, traurig oder deprimiert? Dann bist du nicht allein – denn heute ist „Blue Monday“, der deprimierendste Tag des Jahres.

Das sagt zumindest der britische Psychologe Cliff Arnall, der diesen Tag anhand von verschiedenen Faktoren wie dem Wetter, bereits gebrochenen guten Vorsätzen, Januargehalt und Motivationsloch errechnet hat. Demnach falle der „Blue Monday“ immer auf den dritten Montag im Januar. 

Die Idee zu diesem Tag geht aber auf einen PR-Gag aus dem Jahr 2005 zurück. Egal, ob’s stimmt oder nicht, wir bringen zum Aufmuntern etwas (blaue) Farbe in dein Leben – mit diesen fünf Städten:

Chefchaouen, Marokko

Eine der bekanntesten blauen Städte ist wohl Chefchaouen in Marokko. Zahlreiche Dächer und Häuserfassaden sind blau gestrichen – weil die Farbe vor bösen Blicken schützen soll. 

Der Name der Stadt heißt übersetzt „zwei Hörner“, was sich auf zwei Gipfel bezieht, die aus dem Tal zu sehen sind. Urlauber können auf Wanderwegen die Spitzen erklimmen. Besonders schön ist der Halt bei der Bouzaafar-Moschee – von dort hast du einen tollen Blick auf die blauen Häuser. 

Eine enge Gasse in verschiedenen Blautönen mit bunten Blumentöpfen in der blauen Stadt Chefchaouen.
Eine enge Gasse in verschiedenen Blautönen mit bunten Blumentöpfen in der blauen Stadt Chefchaouen. Foto: imago/imagebroker/Moritz Wolf

Jodhpur, Indien

Die Hauptstadt des Bundesstaates Rajasthan in Indien, Jodhpur, wird auch „blaue Stadt“ genannt. Die meisten Häuser sind hellblau gestrichen. Die Farbe steht für Eigenschaften wie Mut und Tapferkeit. Das klingt doch ziemlich tröstlich.  

Auch dank seiner Festungen, Paläste und Tempel ist Jodhpur beliebt bei Touristen. Der Umaid-Bhavan-Palast beherbergt ein Fünf-Sterne-Hotel, ein Museum und ist Sitz der Adelsfamilie eines Maharadschas.

Jodhpur wird auch „blaue Stadt“ genannt. In Indien wird die Farbe mit Mut und Tapferkeit verbunden.
Jodhpur wird auch „blaue Stadt“ genannt. In Indien wird die Farbe mit Mut und Tapferkeit verbunden. Foto: imago/BE&W

Júzcar, Andalusien

„Sag mal, wo kommt ihr denn her? Aus Schlumpfhausen, bitte sehr.“ Das können die Bewohner von Júzcar in Andalusien getrost von sich behaupten. Das 250-Einwohner-Dorf wurde aus Marketinggründen blau gestrichen, um den Kinofilm „Die Schlümpfe in 3D“ zu vermarkten.

Eigentlich sollten die Häuser danach wieder in Weiß erstrahlen – doch weil das Blau so gut ankam und viele Touristen anlockte, wurde mittels einer Abstimmung entschieden, Spaniens „Schlumpfdorf“ zu bleiben. Daher taucht Júzcar auch in der Blaue-Städte-Liste der „Urlaubspiraten“ auf.

Juzcar in Andalusien wurde zu Marketingzwecken in ein Schlumpfdorf verwandelt.
Juzcar in Andalusien wurde zu Marketingzwecken in ein Schlumpfdorf verwandelt. Foto: imago/Agencia EFE

Sortland, Norwegen

Sortland, das auf der Inselgruppe Vesteralen in Norwegen liegt, hat zur Jahrtausendwende ein Kunstprojekt ausgerufen, bei dem Gebäude in verschiedenen Blauschattierungen bemalt wurden. Alle packten mit an, inzwischen ist die Stadt mit etwa 10.000 Einwohnern bekannt für ihre Farbe. 

Die Touristeninformation in Sortland ist wie die meisten Häuser in Blau gestrichen.
Die Touristeninformation in Sortland ist wie die meisten Häuser in Blau gestrichen. Foto: imago/Lindenthaler

Santorin, Griechenland

Ein klassisches Postkartenmotiv, das wohl jeder kennt: die weißen Häuser mit ihren blauen Dächern auf der Insel Santorin vor Griechenland. Die meisten der bekannten Bilder sind übrigens in Oia im Norden entstanden, nicht in der Hauptstadt Fira. 

Die Bauweise nennt sich kykladische Architektur. Dabei werden je nach Bedarf kubische Zellen mit den teils blauen Kuppeln aneinandergebaut, die in der Regel jeweils einen Raum darstellen. So entsteht eine unregelmäßige Siedlung mit verwinkelten Gassen, Treppen und unterschiedlichen Höhen. Die Verputzfarben werden jedes Jahr aufs Neue gestrichen, meist vor Ostern. 

Blau ist dir zu langweilig? Wir vom reisereporter zeigen dir auch die buntesten Städte der Welt.

In der Stadt Oia auf Santorin sind viele Kuppeln blau gestrichen.
In der Stadt Oia auf Santorin sind viele Kuppeln blau gestrichen. Foto: imago/Science Photo Library/Wladimir Bulgar

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Zur
Startseite