Vier Nächte lang zu fetten Beats durchtanzen – das war das Ziel der Passagiere der Techno-Kreuzfahrt „Holy Ship!“. Um durchzuhalten, hatten offenbar etliche von ihnen die Partydroge MDMA – auch als Ecstasy bekannt – an Bord der „Norwegian Epic“ geschmuggelt. Und das hätte für einen Polizeihund böse enden können.

Party-Kreuzfahrt von Norwegian: Zu viele Drogen an Bord

In Cape Canaveral gingen die Passagiere an Bord des Partyschiffs. Das bedeutete: Einsatz für die Küstenwache und Polizeihund Jake. Das Team sollte die Gäste auf Drogen untersuchen.

Und da lag wohl so einiges in der Luft, denn: „Der Hund hatte plötzlich Probleme mit dem Gleichgewicht und eine Art Anfall“, sagte Tod Goodyear, Sprecher des örtlichen Sheriffs, dem Fernsehsender „WFTV“. Die Beamten vermuteten eine Überdosis und gaben ihm Narcan – ein Mittel, das die Wirkung von Opiaten aufhebt.

„Dann brachten sie ihn, so schnell sie konnten, zum Tierarzt“, so Goodyear. Dort bestätigte sich die Vermutung: „Er hatte zu viel von den Substanzen eingeatmet.“

Die Reederei Norwegian Cruise Lines entschuldigte sich für den Vorfall. Es handle sich um „einige wenige, deren Verhalten unser wunderbares Festival in ein schlechtes Licht rückt“.  

Techno-Kreuzfahrt: Alle Passagiere werden auf Drogen kontrolliert

Ein Dutzend der Kreuzfahrtpassagiere wurde verhaftet. „Alle hatten unterschrieben, dass sie nach Drogen durchsucht werden“, sagt Goodyear.

Auf der „Holy Ship!“-Website betont die Reederei ihre „Null Toleranz“-Politik in Bezug auf Drogen. „Das Gepäck, einschließlich des Handgepäcks, wird auf illegale Substanzen und Alkohol hin untersucht von Behörden und/oder Hunde.“

Polizeihund Jake hatte Glück: Ihm geht es wieder gut und er arbeitet bereits wieder.