Die kleine Insel Maria Island vor der Ostküste von Tasmanien ist ein Nationalpark und unbewohnt – zumindest leben dort keine Menschen. Tiere wie Wombats, Kängurus, Wallabys und Tasmanische Teufel sind dort aber zuhauf zu Hause.

Und Touristen lieben es, Fotos mit den Tieren zu machen – so sind zum Beispiel unter dem Hashtag #WombatSelfie Hunderte Fotos auf Instagram zu sehen. Die Insel will Schluss machen mit diesem Selfie-Wahn.

Daher wurde jetzt ein digitaler „Schwur“ eingerichtet. Der fordert: „Lass Maria Island wild und unberührt.“

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Australische Insel will keine Wombat-Selfies

Wortwörtlich heißt es: „Wombats, ich werde euch nicht mit meinem Selfie-Stick verfolgen oder euren Babys zu nahe kommen. Ich werde euch nicht umzingeln oder versuchen, euch auf den Arm zu nehmen. Ich werde keinen Müll oder Essensreste von meinem Frühstück liegen lassen. Ich schwöre, dass ich euch wild sein lasse.“

Bis jetzt wurde dieser Schwur mehr als 460-mal unterzeichnet. Die Selbstverpflichtung ist auch auf Schildern zu lesen, die am Fährhafen der Insel aufgestellt wurden.

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„Wombats begeistern die Menschen“

Eigentlich wollen die Touristen Wombats gar nicht schaden. Sie vergessen nur manchmal, dass die niedlichen Beuteltiere eigentlich wild sind. „Normalerweise ignorieren sie Menschen, aber viele Leute laufen einfach auf sie zu, und die Tiere laufen nicht weg“, erklärt die Leiterin der Tourismusbehörde auf Tasmanien, Ruth Dowty.

Dem „Independent“ zufolge kommen jedes Jahr rund 31.000 Touristen nach Maria Island – Tendenz steigend. Weil die Insel bei Besuchern immer beliebter wird, sei die Aktion ins Leben gerufen worden, um die wilden Bewohner zu schützen. 

Wombats leben im Süden und Osten von Australien. Sie hausen in selbst gegrabenen Höhlen, die sie mit ihrem durch Knorpel und Knochen verstärkten Hintern verschließen, wenn Gefahr droht.