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5 Gründe, warum du unbedingt nach Hongkong musst

Hongkong hat eines der schönsten Hochhauspanoramen der Welt – und noch viel mehr: Natur, sensationelles Essen und jede Menge Geschichte. Deshalb ist die Stadt der „Top Place 2019“ von reisereporter Michael.

Asiatische Kultur, britisches Erbe und moderne westliche Einflüsse: Die 7,5-Millionen-Einwohner-Stadt-Hongkong hat viel zu bieten.
Asiatische Kultur, britisches Erbe und moderne westliche Einflüsse: Die 7,5-Millionen-Einwohner-Stadt-Hongkong hat viel zu bieten.

Foto: Hongkong Tourist Board

Und auch du solltest in diesem Jahr unbedingt eine Reise nach Hongkong planen! Warum? reisereporter Michael verrät dir seine fünf Gründe, warum du seinen „Top Place 2019“ erkunden musst:

1. Was für eine Natur

Der Tian Tan Buddha ist eine 34 Meter hohe Bronzestatue in der Natur von Lantau Island. Sie zieht jedes Jahr tausende Besucher an.
Der Tian Tan Buddha ist eine 34 Meter hohe Bronzestatue in der Natur von Lantau Island. Sie zieht jedes Jahr tausende Besucher an. Foto: Hongkong Tourist Board

Drei Viertel der früheren britischen Kronkolonie sind Naturgebiet. So großstädtisch auf den ersten Blick alles wirken mag – Hongkong ist an vielen Stellen perfekt zum Wandern.

Lantau Island neben dem Flughafen Chek Lap Kok gilt als die grüne Insel der Gegend. Der größte Teil ist noch gezeichnet von unberührter Natur. Geübte können sich hier am Lantau Trail versuchen, einem 70 Kilometer langen Rundweg, der in Mui Wo im Osten der Insel beginnt.

Wer es einfacher und trotzdem mit einem eindrucksvollen Ausblick haben will, nimmt die Seilbahn von Tung Chung an der Nordküste bis zum Ngong-Ping-Plateau und wandert die gut ausgebaute, rund neun Kilometer lange Strecke zurück.

Die New Territories bilden mit 956 Quadratkilometern den größten Teil Hongkongs. Großbritannien hatte dieses Stück Land 1898 für 99 Jahre gepachtet. 1997 fiel ganz Hongkong zurück an China. Bis heute sind die New Territories von Natur geprägt. Mächtige Hügel, tiefe Täler, grün bewachsene Natur und oft genug ein Blick aufs Meer sind gute Gründe für einen Trip hierher.

Vom Shing Mun Valley etwa gibt es eine 14-Kilometer-Strecke zum Gipfel des Tai Mo Shan und hinunter durch das Pak Nga Shan Valley und zum Botanischen Garten.

2. Was für ein Ausblick

Wer mit der Standseilbahn auf den Victoria Peak fährt, hat eine besonders beeindruckende Aussicht auf die Megametropole Hongkong.
Wer mit der Standseilbahn auf den Victoria Peak fährt, hat eine besonders beeindruckende Aussicht auf die Megametropole Hongkong. Foto: Panthermedia/imago

Für den besten Blick auf die Skyline ziehst du ein paar gute Schuhe an und begibst dich in eine der Rooftop-Bars entlang des Victoria-Hafens. Einziger Nachteil: Die Preise dort sind oft genauso hoch wie die Stockwerke, in denen sich die Lokale befinden.

Wer es günstiger haben will, beginnt mit einem Standardtouristenprogramm: einer Fahrt mit der Peak Tram. Seit 1888 bringt die alte Standseilbahn Besucher auf den 552 Meter hohen Victoria Peak. Von dort bietet sich der bekannteste Postkartenblick der Sonderverwaltungszone, über die Hochhäuser Hongkong Islands hinweg auf das Festland mit Kowloon.

Noch günstiger: der Blick von der Promenade Kowloons aus auf Hongkong Island. Der kostet gar nichts und jeden Abend von 20 Uhr an lässt sich von hier aus perfekt die Symphony of Lights verfolgen, eine Multimedia-Lasershow, die die Hochhäuser zu beiden Seiten des Victoria-Hafens ins rechte Licht rückt.

Das Sky100-Deck im höchsten Gebäude Hongkongs, dem ICC, bietet das Panorama des Victoria-Hafens aus einer etwas anderen Perspektive. Aus 393 Metern Höhe sind von hier aus auch die grünen Gipfel Hongkong Islands gut im Blick.

3. Was für eine Vergangenheit

Die meisten der Schilder in Hongkong sind zweisprachig verfasst - in englischer und chinesischer Sprache.
Die meisten der Schilder in Hongkong sind zweisprachig verfasst - in englischer und chinesischer Sprache. Foto: Michael Pohl

Mehr als 150 Jahre britischer Herrschaft hinterlassen ihre Spuren: Selbst wenn Hongkong seit 1997 wieder zu China gehört, ist das Erbe des Vereinigten Königreichs noch an vielen Stellen sichtbar – am deutlichsten bei der Beschilderung, die allgemein zweisprachig ist, Englisch und Chinesisch.

Beliebtestes Fotomotiv ist die Straßenbahn auf Hongkong Island. Die 1904 eröffnete und entlang der Küste von Kennedy Town nach Shau Kei Wan verlaufende Strecke wird von Doppelstockwagen befahren, wie man sie früher schon im englischen Blackpool genutzt hat. Die Wagen stammen zwar fast ausnahmslos aus den Achtzigerjahren, sie sehen aber viel älter aus. Eine Teilstrecke führt zur Pferderennbahn von Happy Valley. Von Hochhäusern umgeben, hat sie seit 1846 überdauert.

Nicht weit vom alten Clock Tower am Hafen von Kowloon steht das Peninsula Hotel, eines der geschichtsträchtigsten Hotels der Sonderverwaltungszone. Bekannt ist der 1926 eröffnete Luxusbau für einen besonderen Service: Gästen stehen 14 Rolls-Royce zur Verfügung.

Die sehr viel ältere chinesische Tradition zeigt sich nicht nur in den Tempeln, die vielerorts stehen. Auf Lantau Island gibt es Tai O – ein Fischerdorf, wie sie vor Jahrhunderten überall in der Gegend existiert haben. Die Holzhäuser sind dicht aneinandergebaut und ragen auf Stelzen aus einem Fluss.

4. Was für ein Nachtleben

Das Einwandererviertel Soho auf Hongkong Island ist für sein Nachtleben bekannt.
Das Einwandererviertel Soho auf Hongkong Island ist für sein Nachtleben bekannt. Foto: Michael Pohl

Hongkong schläft nie – zumindest nicht, wenn du es nicht willst. Geschäfte haben bis tief in die Nacht geöffnet, Restaurants schließen spät und die Bars bieten Unterhaltung, die der in anderen Weltmetropolen in nichts nachsteht.

Beste Ausgangslage zum Akklimatisieren ist Soho, das Viertel der Einwanderer auf Hongkong Island. Zig Kneipen und Restaurants bieten hier einen Mischmasch aus chinesischer (vor allem Dim Sum, gedünstete Teigtaschen) und europäischer Küche. Gefeiert wird bis tief in die Nacht – und es ist die beste Möglichkeit, mit den Expats, also Gastarbeitern – hier überwiegend aus der englischsprachigen Welt –, ins Gespräch zu kommen.

Der Wan Chai District war einst ein berüchtigtes Rotlichtviertel auf Hongkong Island, inzwischen wurde hier aufgeräumt, und in die Rotlichtbars sind Pubs im Kolonialstil eingezogen. Und wenn gar nichts hilft: Lan Kwai Fong ist einer der angesagtesten Barbezirke mit mehr als 90 Lokalen.

Der Temple Street Night Market in Kowloon ist der bekannteste Nachtmarkt der Stadt. Jeden Tag verkaufen hier Händler zwischen 17 und 23 Uhr so ziemlich alles – vom Trockenfleisch bis zum Kleidungsstück.

5. Was für Nachbarn

Macau gilt als das Las Vegas Asiens. Die Stadt ist von Hongkong aus gut erreichbar.
Macau gilt als das Las Vegas Asiens. Die Stadt ist von Hongkong aus gut erreichbar. Foto: Michael Pohl

Hongkong ist vielen bekannt, beim benachbarten Macau gilt das schon weniger: Die frühere portugiesische Kolonie ist heute ebenfalls eine chinesische Sonderverwaltungszone und in erster Linie zu einer Art Las Vegas Asiens geworden. Zig Casinos aus den USA haben hier Dependancen eröffnet, in erster Linie kommen Chinesen hierher, um Geld zu verzocken.

Viel spannender aber ist der Rest Macaus: In der Innenstadt, Teil des Welterbes der Unesco, ist das koloniale Erbe von Portugal deutlich sichtbar. Und das nicht nur wegen der Egg Tarts in den Bäckereien, der örtlichen Variante der portugiesischen Törtchen Pastéis de Nata. Rund um den Senatsplatz sehen Gebäude und schwarz-weiß gemustertes Straßenpflaster bis heute so aus wie in vielen anderen Orten in Portugal. Gleich um die Ecke stehen die Ruinen der Pauluskirche, einer Art Wahrzeichen der früheren Kolonie.

Die 55 Kilometer lange Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke verbindet seit dem vergangenen Oktober die früheren Kronkolonien. Alternativ fahren die Schnellfähren zwischen Macau und Hongkong.

Neu ist auch eine Zugverbindung: Der Guangzhou–Shenzhen–Hongkong Express Rail Link führt seit 2018 von Kowloon aus in die benachbarte chinesische Stadt Shenzhen. Eigens dafür wurde der Bahnhof Kowloon West zur größten unterirdischen Station der Welt ausgebaut.

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