Kreuzfahrt: Reedereien fahren nicht mehr nach Amsterdam

Kreuzfahrt: Reedereien canceln Stopps in Amsterdam

In Amsterdam gibt’s seit dem 1. Januar 2019 eine neue Steuer für Kreuzfahrt-Touris. Für die Reedereien Cruise and Maritime Voyages und MSC Grund genug, die niederländische Hauptstadt nicht mehr anzusteuern.

Das Kreuzfahrtschiff „Costa Pacifica“ liegt im Hafen von Amsterdam neben dem Mövenpick-Hotel.
Der Hafen von Amsterdam dürfte künftig leerer werden.

Foto: imago/suedraumfoto

Passagiere von MSC und der britischen Reederei Cruise and Maritime Voyages müssen sich in Zukunft auf Änderungen der Reiserouten einstellen – zumindest, wenn eigentlich ein Halt in Amsterdam vorgesehen wäre.

Denn als Antwort auf die neue Steuer für Kreuzfahrtpassagiere haben die Reedereien angekündigt, Amsterdam nicht mehr anzusteuern.

Rotterdam statt Amsterdam: Kreuzfahrtreedereien ändern ihre Routen

Wie der „Telegraph“ berichtet, will Cruise and Maritime Voyages bei Kreuzfahrten im Sommer 2019 und 2020 stattdessen in Rotterdam anlegen. Von den geänderten Routen der Schiffe „Colombus“ und „Magellan“ seien rund 50.000 Passagiere betroffen.

Auch MSC sagte gegenüber „Seatrade Cruise News“, die Reederei wolle ihre Stopps in Amsterdam durch Rotterdam ersetzen. Davon seien 2019 sieben gebuchte Besuche betroffen. Rotterdam liegt eine etwa einstündige Autofahrt von Amsterdam entfernt.

Mit der neuen Steuer werden jedem Kreuzfahrtpassagier 8 Euro pro Tag abgeknüpft, wenn die Schiffe innerhalb der Gemeinde anlegen. Schiffe, die ihre Kreuzfahrt in Amsterdam beginnen oder beenden, sind davon allerdings nicht betroffen.

Beliebte Kreuzfahrtziele im Kampf gegen Massentourismus

Venedig hat kürzlich ebenfalls angekündigt, Gebühren von Tagestouristen verlangen zu wollen. Dort könnten Kreuzfahrer bis zu 10 Euro pro Tag erwarten.

In Dubrovnik dürfen ab diesem Jahr nur noch zwei Kreuzfahrtschiffe pro Tag anlegen. Die kroatische Stadt ist unter anderem als Drehort für den Serienhit „Game of Thrones“ bekannt. Weil die Besucher so zahlreich durch die Altstadt strömen, hat die Stadt sogar ihren Titel als Unesco-Weltkulturerbe riskiert.

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