Anfang des Jahres war eine Frau ungewollt mit scharfem Gepäck unterwegs: Sie nahm am Flughafen Hartsfield-Jackson International in Atlanta einen Delta-Flieger nach Japan. Erst nach der Sicherheitskontrolle fiel ihr auf, dass sie eine geladene Pistole dabeihatte. Sie alarmierte die Behörden, die sie in Tokio in Empfang nahmen.

Passiert ist der Vorfall am elften Tag des Shutdowns in den USA am 2. Januar. Ein Sprecher der amerikanischen Behörde für Transportsicherheit (TSA) betonte aber, dass der Shutdown nicht schuld an dem Vorfall sei. Der Fehler sei passiert, weil „Standardprozesse nicht befolgt wurden“. Die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen.

Shutdown in den USA: Immer mehr Sicherheitsmitarbeiter bleiben zu Hause

Nur 5 Prozent aller TSA-Mitarbeiter seien an dem Tag nicht zur Arbeit erschienen, genauso viele wie am Mittwoch, dem 3. Januar, des Vorjahres. Insgesamt arbeiten der „New York Times“ zufolge 51.000 Menschen in den USA für die Luftsicherheitskontrolle.

Am gestrigen Montag war der Anteil der fehlenden Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr allerdings schon mehr als doppelt so hoch. Auf Twitter teilte der TSA-Sprecher Michael Bilello mit, dass 7,6 Prozent von ihnen unplanmäßig nicht zur Arbeit erschienen seien. Die Sicherheitsstandards an US-Flughäfen würden aber trotzdem aufrechterhalten: 

USA: Neue Rekorde bei Schusswaffen im Fluggepäck 

Jährlich werden bei Sicherheitskontrollen in den USA Tausende Schusswaffen im Handgepäck gefunden. 2017 waren es beispielsweise fast 4.000 – ein neuer Rekord, teilte die TSA mit.

Wer mit einer Pistole erwischt wird, kann mit bis zu 13.000 Dollar (umgerechnet rund 11.370 Euro) bestraft werden. Wer keinen Waffenschein besitzt und trotzdem mit Schusswaffe reist, wird der TSA zufolge sogar festgenommen.