Knapp 700.000 Einwohner hat Palermo – damit ist die Hauptstadt von Sizilien die fünftgrößte Stadt Italiens. Vielen ist sie vor allem bekannt durch die Mafiakriege, die in den 80er-Jahren dort tobten. Alle drei Tage gab es damals in der Stadt einen Mafiamord, unter den Opfern waren auch zwei bekannte Staatsanwälte, die gegen die Clans kämpften. Dieses Image haftet der Stadt noch immer an. 

Palermo: Weniger Straftaten als in anderen Städten Italiens

Eine Statistik zeigt nun allerdings: Palermo ist inzwischen viel sicherer als die anderen Metropolen Italiens. Und zwar nicht nur bezogen auf Tötungsdelikte, sondern auf alle Straftaten. Die Kriminalitätsrate in Palermo lag demnach im Jahr 2017 bei 4.400 Delikten auf 100.000 Einwohner – in Mailand waren es beispielsweise 10.900 Straftaten, in Rom und Neapel jeweils etwas mehr als 6.000, das berichtet der „Standard“.

Geändert hat sich die Sicherheitslage, seit 1985 Leoluca Orlando zum Bürgermeister gewählt wurde. Der Jurist bekam im Anti-Mafia-Krieg Unterstützung von zahlreichen Politikern, Künstlern und eben auch direkt aus der Bevölkerung. Gleichzeitig blühte die Stadt wieder auf. 

Restaurants an der Piazza del Duomo in Palermo.
Restaurants an der Piazza del Duomo in Palermo. Foto: imago/imagebroker/Martin Moxter

Sehenswürdigkeiten von Altstadt bis Strand

Palermo hat mit dem Teatro Massimo eines der größten Opernhäuser Europas, in der Altstadt stehen wunderschöne Paläste aus dem Barock, die Plätze sind gesäumt von Palmen, Brunnen sprudeln. Die Kathedrale Maria Santissima Assunta aus dem 12. Jahrhundert ist mehrfach erweitert und umgebaut worden.

Dort liegen die römisch-deutschen Könige Heinrich IV. und Friedrich II. begraben. Im Norden der Stadt können Touristen am Strand liegen und im Meer baden. In den zahlreichen Restaurants gibt es frische Nudeln, Meeresfrüchte und typische Süßspeisen wie Cannoli und Granita.