An acht deutschen Flughäfen müssen sich Reisende am heutigen Dienstag, 15. Januar, auf Hunderte Flugausfälle einstellen. An Deutschlands größtem Airport Frankfurt am Main will das Sicherheitspersonal von 2 Uhr bis 20 Uhr die Arbeit niederlegen.

Warnstreiks haben die Gewerkschaft Verdi und DBB auch an den Flughäfen Hamburg, München, Hannover, Bremen, Leipzig/Halle, Dresden und Erfurt angekündigt. Die Auswirkungen auf den Flugverkehr sind extrem: Knapp 1.000 Flüge wurden gestrichen – bis jetzt. 

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Streiks: Am Flughafen Frankfurt fallen Hunderte Flüge aus

Am Frankfurt Airport fällt von 1.200 geplanten Verbindungen mehr als jeder zweite Flug aus. Erwartet wurden am Frankfurter Flughafen heute rund 136.000 Passagiere. Der Airport bat diese bereits gestern umzuplanen und möglichst gar nicht erst anzureisen. Denn: „Fluggäste ab Frankfurt werden während des gesamten Streiks keine Möglichkeit haben, ihren Flug zu erreichen“, teilt der Airport mit. 

Am Flughafen Hamburg werden fast zwei Drittel der Flüge gestrichen, dort legt das Sicherheitspersonal 24 Stunden lang (0 Uhr bis 24 Uhr) die Arbeit nieder. 110 von 178 Abflügen und 92 von 179 Landungen wurden gecancelt. Doch auch hier sei mit weiteren Streichungen zu rechnen – und bei durchgeführten Flügen sei mit „massiven Verspätungen“ zu rechnen.

Am Flughafen Hannover werden rund 35 Prozent der Flüge nicht stattfinden. „Stand jetzt sind 26 Abflüge und 16 Ankünfte gestrichen“, sagte Flughafensprecher Sönke Jacobsen nach einem Bericht der „Neuen Presse“.

Dutzende Verbindungen werden auch an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden gestrichen – vor allem Flüge innerhalb Deutschlands sind betroffen. In Leipzig/Halle werden mindestens 28 von 50 geplanten Ankünften und Abflügen aus, in Dresden 27 von 46.

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Am Münchner Flughafen wurden für Dienstag 100 Starts und Landungen (von gut 1.000 geplanten) gestrichen. Dort ist die Passagierkontrolle aber nicht betroffen, sondern nur die Personal- und Warenkontrolle.

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Warum streikt das Sicherheitspersonal eigentlich?

Anlass für die massiven Warnstreiks ist der laufende Tarifkonflikt. Die Gewerkschaften fordern für die deutschlandweit 23.000 Beschäftigten im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle an den Flughäfen eine einheitliche Bezahlung. Verdi verlangt brutto 20 Euro pro Stunde, der DBB einen Stundenlohn von 19,50 Euro. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 23. Januar.