Schnee-Chaos: Lawine kracht auf Hotel in Schweiz, drei Gäste verletzt

Schnee-Chaos: Lawine kracht auf Schweizer Hotel

Eine 300 Meter breite Lawine hat am Donnerstag ein Hotel auf der Schwägalp teilweise unter sich begraben. Drei Gäste des Hotelrestaurants wurden verletzt. Das Hotel wurde teilweise evakuiert.

Schneelawine vor dem Hotel Säntis auf der Schwägalp, Schweiz.
Die Schneemassen begruben zahlreiche Autos unter sich und rutschten bis ins Restaurant des Hotels Säntis.

Foto: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden

Schock für die Hotelgäste: Eine Lawine drückte am Donnerstagnachmittag Schneemassen bis in das Restaurant des Hotels Säntis in der Schweiz. Drei Personen wurden leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht, die restlichen Gäste und Mitarbeiter kamen zum Glück mit dem Schrecken davon. 

„Es hat einen Riesenlärm gegeben“, schildert ein Restaurantbesucher die Situation gegenüber dem Schweizer „Tagblatt“. Obwohl keine Personen als vermisst gemeldet wurden, will die Polizei am Freitag den Lawinenkegel weiter nach möglichen verschütteten Menschen absuchen. Auch das Personalhaus und die Alpkäserei wurden von der abgehenden Lawine erfasst. 

Nach Lawine: 75 Gäste wollten Schwägalp verlassen

Mittlerweile befinden sich nur noch 30 Hotelgäste und elf Mitarbeiter auf der Alp, die restlichen wollten das Hotel verlassen und wurden in der Nacht mit Bussen ins Tal gefahren. Die Straße zur Schwägalp ist nach Angaben der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden gesperrt.

Schneechaos in Bayern hält an

Auch in Bayern ist noch immer keine Besserung des Schneechaos in Sicht. Nach Miesbach, Berchtesgaden und Traunstein hat mit Bad Tölz-Wolfratshausen am Donnerstagabend der vierte Landkreis den Katastrophenfall ausgerufen. 

Besonders gefährlich werden neben der Lawinengefahr und vereisten Straßen die Schneemassen auf Dächern: Weil es immer weiter schneien soll, drückt sehr hohes Gewicht auf Häuser und auch Bäume, die deshalb umstürzen können. Bundeswehrsoldaten helfen deshalb vielerorts den Feuerwehrmännern dabei, Schnee von den Dächern öffentlicher Gebäude zu räumen.

Schneechaos fordert immer mehr Tote

Im Landkreis München wurde am Donnerstag ein neunjähriger Junge von einem umstürzenden Baum erschlagen. Passanten entdeckten erst nach 20 Minuten, dass der Junge unter dem Baum steckte. Alle Wiederbelebungsversuche blieben laut „wetter.at“ erfolglos.

In Österreich wurde ebenfalls gestern ein 53-jähriger Hausmeister beim Schneeschippen von seinem Auto überrollt. Die Polizei teilte mit, dass der Mann die Einfahrt der Tiefgarage eines Wohnheims räumen wollte, als sein geparkter Pkw ins Rollen kam. Der Hausmeister wurde zwischen Auto und Garage eingeklemmt und starb noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen.

Schnee wirbelt Bahn- und Flugverkehr durcheinander

Aufgrund der winterlichen Witterungsbedingungen fallen am heutigen Freitag an den Flughäfen Frankfurt und München Hunderte Flüge aus. Bis voraussichtlich Mittwoch sollen die Bahnstrecken zwischen Immenstadt und Oberstdorf sowie zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden gesperrt bleiben.

In Österreich geht auf vielen Schienen derzeit gar nichts. Fernverkehrszüge in Richtung Österreich enden in München. Gesperrt sind die Strecken zwischen Salzburg und Villach sowie Salzburg und Graz.

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