Kreuzfahrt: 5 Tipps, wie du horrende Handyrechnungen vermeidest

Kreuzfahrt: 5 Tipps, wie du Horror-Rechnungen vermeidest

Auf der Kreuzfahrt nur ein paar Fotos verschickt oder ein paar Filme auf Youtube geschaut – und dann kommt die Horror-Handyrechnung über Tausende Euro. Wie du diesen Schock vermeidest, weiß der reisereporter.

Ein Selfie machen und an die Familie zu Hause schicken: Das kann auf Kreuzfahrten extrem teuer werden.
Ein Selfie machen und an die Familie zu Hause schicken: Das kann auf Kreuzfahrten extrem teuer werden.

Foto: imago/Westend61

Wenn Passagiere nicht aufpassen, folgt auf die Traumkreuzfahrt die Albtraum-Handyrechnung. Denn Internet auf hoher See ist extrem teuer.

Die Eltern eines zwölfjährigen Jungen erhielten zum Beispiel eine Rechnung über 12.000 Euro, weil der Sohn auf einer Kreuzfahrt ein paar Videos angeschaut hatte. Und ein Mann musste 1.500 Euro zahlen, weil er Handyfotos an die Freunde daheim verschickt hatte.

Damit dir das nicht passiert, kommen hier fünf Tipps, wie du die Kosten im Griff behältst:

1. Informiere dich vor der Kreuzfahrt über Tarife

Bevor du an Bord gehst, solltest du über die Kosten fürs Internet Bescheid wissen. Denn auf hoher See gelten weder die EU-Roamingverordnung noch eine Kostenbremse oder eventuell gebuchte Reisepakete der Mobilfunkanbieter. Jeder von ihnen hat unterschiedliche Tarife. 

Wie teuer das Internet bei Reedereien wie Tui Cruises und Aida ist, haben wir dir in einem Überblick zusammengestellt. Außerdem erhältst du eine Info-SMS über die anfallenden Kosten, wenn du an Bord gehst. 

2. Automatische Netzwahl deaktivieren

Wenn du auf deinem Smartphone die Funktion „automatische Netzwahl“ aktiviert hast, dann wählt es sich selbstständig in das stärkste Netz ein. Und das ist auf Kreuzfahrtschiffen fast immer das teure Bordnetz, sagt die Stiftung Warentest in ihrem großen Kreuzfahrtvergleich.

Der Tipp lautet also: Wähle lieber die „manuelle Netzwahl“. Beim Landgang kannst du dann checken, welche Netze dort aktiv sind.

3. Während der Kreuzfahrt keine Fotos oder Videos downloaden

Manche Mobilfunkanbieter verlangen bis zu 25 Euro (!) pro Megabyte. Da kann schnell eine horrende Summe zusammenkommen, selbst wenn du nur ein paar Fotos runterlädst. Und auch ein möglicherweise gebuchtes Internepaket kann ganz schnell aufgebraucht sein.

Tipp der Stiftung Warentest: Stelle den automatischen E-Mail-Abruf so ein, dass er E-Mails ohne Bilder und große Dateianhänge herunterlädt. Du willst dir unbedingt Fotos angucken? Dann warte mit dem Download bis zum Landgang – in der EU gibt es keine Roaminggebühren mehr, und ansonsten findest du sicherlich ein Café mit WLAN.

4. Systemaktualisierungen ausschalten

Es passiert ganz unbemerkt: Apps und das Betriebssystem aktualisieren sich automatisch auf deinem Smartphone. So vermeidest du diese Kostenfalle: Entweder schaltest du dein Handy in den Flugmodus, dann bist du komplett auf der sicheren Seite. 

Oder du stellst die automatischen Updates aus – unter dem Menüpunkt Einstellungen.

5. Nach der Kreuzfahrt richtig beschweren

Nehmen wir an, der schlimmste Fall ist eingetreten: Eine Horror-Handyrechnung ist ins Haus geflattert. Dann hast du acht Wochen Zeit, um diese zu reklamieren. Dafür solltest du zuerst einen Einzelverbindungsnachweis und ein technisches Prüfprotokoll anfordern, sagt die Stiftung Warentest. 

Im Einzelverbindungsnachweis müssen die Verbindungen nachvollziehbar sein – inklusive genauer Uhrzeit, gewählter Nummern und verbrauchter Datenmenge.

Du kannst der Rechnung zum Beispiel widersprechen, wenn der Mobilfunkanbieter gegen seine Infopflicht verstoßen hat. Speicher auch in jedem Fall die Info-SMS mit den Angaben zu den Kosten an Bord. 

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite