An den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn streikt das Sicherheitspersonal seit 0 Uhr, in Suttgart seit 3 Uhr am Donnerstagmorgen. Im Gegensatz zu den Warnstreiks in Berlin Schönefeld und Tegel am Montag sollen die Streiks den ganzen Tag dauern.

Streiks an Flughäfen: Zehntausende Passagiere sind betroffen

In Düsseldorf fallen mindestens 350 Starts und Landungen aus, in Stuttgart 125. In Köln-Bonn werden mindestens 131 von heute insgesamt 200 geplanten Flüge gecancelt.  

Auch andere Flughäfen sind betroffen, der Grund dafür ist, dass sie auf Maschinen von den drei bestreikten Airports warten und Flüge dort ebenfalls ausfallen.

Die Flughäfen bitten alle Passagiere darum, sich vor der Fahrt zum Airport unbedingt bei der Airline oder dem Reiseveranstalter über die Verbindung zu informieren. 

Streiks: Die Rechte der Passagiere bei Flugausfällen und Verspätungen

Aus was können Passagiere, die an einem der drei Flughäfen stranden, hoffen? Bei einer Verspätung von mehr als zwei Stunden und wenn der Flug mehr als 1.500 Kilometer Strecke zurücklegt, muss die Airline Essen und Getränke bereitstellen. Dasselbe gilt für eine Unterkunft, wenn die Wartezeit bis nach Mitternacht andauert.

Den Frust am Flughafen aber auch finanziell entschädigt bekommen – das fänden viele betroffene Fluggäste gerecht. Tatsächlich haben sie bei Streiks des Flughafenpersonals aber kein Recht auf eine finanzielle Entschädigung auf Grundlage der EU-Fluggastrechte.

Denn es streiken die Sicherheitsleute, nicht die Angestellten einer Fluggesellschaft. Daher gilt der Ausstand als außergewöhnlicher Umstand, erklärt Laura Kauczynski, Expertin für Fluggastrechte bei „Airhelp“. Airlines müssen Passagiere deshalb nicht entschädigen.

Darum streikt das Sicherheitspersonal der Flughäfen

Hintergrund des Streiks sind die Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Verdi fordert für die rund 23.000 Kontrolleure von Passagieren, Fracht, Waren und Flughafen-Beschäftigten eine deutschlandweit einheitliche Bezahlung von 20 Euro pro Stunde.

Und: Sollte es auch in Zukunft keine Einigung geben, seien weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen, heißt von Verdi.