Schnee-Chaos in Bayern: 350 Menschen bei Berchtesgaden eingeschlossen

Schnee-Chaos: 350 Menschen in Bayern eingeschlossen

Riesige Schneemengen beherrschen das Leben in Südbayern und Österreich. Bei Berchtesgaden in Bayern sind 350 Menschen vom Schnee eingeschlossen, in Österreich sind Hunderte Skilifte außer Betrieb.

In Österreich und Bayern behindert der heftige Schneefall das öffentliche Leben und den Verkehr.
In Österreich und Bayern behindert der heftige Schneefall das öffentliche Leben und den Verkehr.

Foto: imago/Eibner Europa

Die Lawinengefahr in den österreichischen Alpen wird stündlich größer, immer mehr Skilifte werden gesperrt. Auch in Südbayern ist die Lage teilweise dramatisch. Für die Bayerischen Alpen wurde die zweithöchste Lawinenwarnstufe ausgerufen. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet in einem Liveblog über die Situation.

Schneechaos in Bayern: 350 Menschen sitzen bei Berchtesgaden fest

In Bayern sind zwei Orte eingeschneit und auf Hilfslieferungen angewiesen. Bei Berchtesgaden sitzen im Ortsteil Buchenhöhe rund 350 Menschen fest – sie müssen per Lastwagen mit Lebensmitteln versorgt werden, berichtet der „Bayerische Rundfunk“. Die einzige Straße zum Ortsteil in der Nähe des Obersalzbergs sei bis auf Weiteres gesperrt, so ein Sprecher des Landratsamtes Berchtesgadener Land.  

Eine Lawine verschärft die Situation dort nun noch einmal: Sie ging am Mittwochvormittag in Marktschellenberg ab und verschüttete eine Straße. Rettungskräfte suchten nach möglichen Verschütteten. Zunächst war unklar, ob Autos oder Menschen betroffen waren.

Auch die Gemeinde Jachenau bei Bad Tölz ist weiterhin praktisch von der Außenwelt abgeschnitten, die Menschen sind auf Lebensmittellieferungen angewiesen, weil die Zufahrtsstraße gesperrt ist. Der Ort ist nur über eine kleine Forststraße erreichbar.  

Im oberbayerischen Landkreis Miesbach wurde der Katastrophenalarm ausgerufen. Das bedeutet: Alle Schulen bleiben bis mindestens Ende der Woche geschlossen. Die Züge fallen aus, weil die Bayerische Oberlandbahn stillsteht.

München: Schneechaos sorgt für lange Staus

Busse, Bahnen, Autoverkehr: Auf alles hat der Schnee Auswirkungen. Bei München bildeten sich am Mittwochmorgen wieder Megastaus bis zu 20 Kilometer Länge. Extreme Geduld brauchten Autofahrer unter anderem auf den Autobahnen 9 und 8.

Im Zugverkehr gibt es ebenfalls starke Beeinträchtigungen: Der Zugverkehr zum Münchner Flughafen war am frühen Dienstagmorgen zeitweise komplett lahmgelegt. Auch weitere Strecken sind gesperrt, darunter die zwischen Immenstadt und Oberstdorf. Einen Überblick stellt die Deutsche Bahn online zur Verfügung.

Schneechaos in Österreich: Skiorte von der Außenwelt abgeschnitten

Auch in Österreich ist ein Ende des Schneechaos nicht in Sicht. Besonders betroffen ist die Steiermark. Dort ist unter anderem die Gemeinde Hohentauern seit Samstag von der Außenwelt abgeschnitten, rund 350 Urlauber sitzen dort fest. 

Aktuell wird darüber beraten, in welchen Gebieten der Steiermark die Menschen ihre Häuser und Höfe verlassen müssen. Knapp 30 Gebäude sind offenbar von möglichen Lawinen bedroht.

Das Risiko ist weiter extrem hoch: In einigen Teilen der Steiermark und in den Ybbstaler Alpen in Niederösterreich gilt die höchste Lawinenwarnstufe fünf.

Lawinengefahr: Hunderte Skilifte in Österreich sind gesperrt

Hunderte Skilifte stehen in Österreich still – nach Angaben des Portals „Skiresort.de“ sind inzwischen rund 710 Lifte geschlossen, zu groß ist die Lawinengefahr. Geöffnet sind aktuell (noch) rund 1.480. In Bayern sind aktuell 190 Skilifte dicht.

Schneechaos: Entspannung ist nicht in Sicht

Eine Entspannung der Lage ist noch immer nicht in Sicht: Erwartet werden sowohl für große Teile Österreichs als auch für Bayern weitere teils ergiebige Schneefälle. Die Behörden rechnen daher damit, dass noch mehr Straßen gesperrt werden müssen.

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