Flugausfälle drohen: Streiks in Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart

Last Minute: Streiks an drei deutschen Flughäfen

An drei deutschen Airports gehen die Sicherheitsmitarbeiter in den Warnstreik – und zwar schon morgen. Nach dem Streik am Montag in Berlin ruft Verdi die Mitarbeiter nun zu einem ganztägigen Streik auf.

Fluggäste in Stuttgart, Düsseldorf und Köln/Bonn müssen am Donnerstag mit Verspätungen und Flugausfällen rechnen. (Symbolfoto)
Fluggäste in Stuttgart, Düsseldorf und Köln/Bonn müssen am Donnerstag mit Verspätungen und Flugausfällen rechnen. (Symbolfoto)

Foto: imago/POP-EYE/Ben Kriemann

Erst am Montagmorgen hat das streikende Sicherheitspersonal in Berlin für Chaos gesorgt, insgesamt sind „rbb24“ zufolge rund 60 Flüge ausgefallen. 

Streik an drei Flughäfen: Verspätungen und Flugausfälle drohen

Jetzt müssen sich auch die Reisenden an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Dort ruft die Vereinigung Verdi die Mitarbeiter des Sicherheitspersonals für den morgigen Donnerstag zu Streiks auf: In Düsseldorf und Köln/Bonn ab 0 Uhr, in Suttgart ab 3 Uhr. Im Gegensatz zu Berlin sollen die Streiks den ganzen Tag dauern. 

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS), die auch nach dem jüngsten Warnstreik erfolglos geblieben sind. Und: Sollte es auch in Zukunft keine Einigung geben, seien weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen, heißt es in der Pressemitteilung von Verdi.

Streiks der Ryanair-Mitarbeiter in Spanien abgesagt

Eine gute Nachricht gibt es aber auch, zumindest für Spanien-Urlauber: Die ebenfalls für Donnerstag geplanten Streiks der Flugbegleiter in Spanien wurden gestern Abend abgesagt. 

Die spanische Vereinigung USO teilte auf Twitter mit, dass die Verhandlungen mit Ryanair erfolgreich verlaufen seien. Auch der für Sonntag geplante Streik fällt aus.

Flugausfälle wegen Streiks: Diese Rechte haben Passagiere

Den Frust am Flughafen zumindest finanziell entschädigt bekommen – das fänden viele betroffene Fluggäste gerecht. Tatsächlich hast du bei Streiks des Flughafenpersonals aber kein Recht auf eine finanzielle Entschädigung auf Grundlage der EU-Verordnung EG261/2004. 

Weil in diesem Fall die Sicherheitsleute und nicht die Angestellten einer Airline streiken, gilt die Aktion als außergewöhnlicher Umstand. Fluggesellschaften müssen betroffene Passagiere deshalb nicht entschädigen, erklärt Laura Kauczynski, Expertin für Fluggastrechte bei „Airhelp“.

Immerhin: Bei einer Verspätung von mehr als zwei Stunden und wenn dein Flug mehr als 1.500 Kilometer Strecke zurücklegt, muss deine Airline Essen und Getränke bereitstellen. Dasselbe gilt für eine Unterkunft, wenn die Wartezeit bis nach Mitternacht andauert.

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