Notlandung: Passagier stirbt auf Langstreckenflug nach Neuseeland

Notlandung: Passagier stirbt auf Langstreckenflug

Ein Flug von Hongkong nach Auckland musste wegen eines medizinischen Notfalls ungeplant in Cairns zwischenlanden: Der Passagier soll Diabetiker gewesen sein und sein Insulin vergessen haben.

Eine Boeing 777 von Air New Zealand fliegt vor blauem Himmel.
Trotz Zwischenlandung kam die Hilfe für den chronisch kranken Passagier zu spät: Er verstarb noch an Bord des Flugzeugs. (Symbolfoto)

Foto: imago/ZUMA Press/Nicolas Economou

Für einen Passagier war der Flug NZ80 seine „final destination“: Der Mann, der über 60 Jahre alt gewesen sein soll, verstarb am gestrigen Sonntag im Flieger. 

Ein neuseeländischer Journalist des Magazins „Stuff“ war ebenfalls an Bord. Er berichtete, dass der Mann noch beim Landeanflug gestorben sei. Bereits eine Stunde nach dem Abflug sei über die Lautsprecher nach medizinischer Hilfe gefragt worden. 

Flugbegleiter kämpfen um das Leben eines Passagieres

Und tatsächlich: Ein Arzt befand sich zufällig unter den Gästen. Drei bis vier Stunden lang soll er gemeinsam mit den Flugbegleitern versucht haben, den Mann am Leben zu halten, teilweise mit Sauerstoffmaske und Defibrillator. 

In Cairns konnte aber nur seine Leiche aus dem Flieger geholt werden. Die anderen Passagiere mussten in der Maschine warten, bis diese mit neuem Treibstoff versorgt war und den Flug nach Auckland fortsetzen konnte. Der Zeuge berichtete, alle Passagiere seien sehr geduldig gewesen: „Ich glaube nicht, dass sie den Ernst der Lage realisiert haben.“ Das Flugzeug erreichte Neuseeland mit einer Verspätung von zwei Stunden.

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