Schnee-Chaos in Österreich: Urlauber sitzen in Zug und Skiorten fest

Urlauber sitzen fest: Schnee-Chaos in Österreich!

Lawinengefahr, Straßensperrungen, abgeschnittene Skiorte, Flugausfälle, Staus: Österreich versinkt wie Bayern im Schnee. Am Sonntag waren 300 Urlauber stundenlang in einem Nachtzug eingesperrt.

Wo ist da die Skihütte? In Österreich sind etliche Orte wegen des heftigen Schneefalls von der Außenwelt abgeschnitten.
Wo ist da die Skihütte? In Österreich sind etliche Orte wegen des heftigen Schneefalls von der Außenwelt abgeschnitten.

Foto: imago/Frank Sorge

Nicht nur Bayern kämpft mit dem Wintereinbruch, auch Österreich ächzt unter den Schneemassen. In weiten Teilen der österreichischen Alpen herrscht die zweithöchste Lawinengefahrstufe.

Urlauber haben zudem große Probleme, in den Skiurlaub zu kommen oder nach Hause zu fahren. Schon am Samstag gab es etliche Straßensperren und Flugausfälle am Flughafen Innsbruck, am Sonntag sieht die Lage nicht besser aus.

Reisende sitzen stundenlang in Zug fest

Etwa 300 Passagiere saßen am Sonntagmorgen rund vier Stunden auf offener Strecke bei Kitzbühel in einem Nachtzug nach Zürich fest, weil ein Baum aufgrund der Schneemassen auf die Gleise gestürzt war. 

Nach etlichen Stunden Wartezeit, in denen die Passagiere vom Roten Kreuz betreut wurden, konnte der Zug mithilfe eines Diesel-Triebfahrzeuges zurück in den Bahnhof Saalfelden geschleppt werden.

Auch der Bahnverkehr in Österreich ächzt unter den Schneemassen.
Auch der Bahnverkehr in Österreich ächzt unter den Schneemassen. Foto: imago/Roland Mühlanger

In ganz Österreich gibt es Probleme im Bahnverkehr, es kommt zu Zugausfällen und Zugverspätungen. Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) teilte mit, dass die Strecke zwischen Stainach-Irdning und Schladming wegen der Lawinengefahr gesperrt ist.

Außerdem war die Tauernautobahn A10 wegen einer Lawinensprengung kurzfristig gesperrt. Viele Urlauber nutzen die Strecke für die An- und Abreise des Winterurlaubs. Auch etliche weitere Straßen sind gesperrt.

2.000 Menschen in Österreich sind von der Außenwelt abgeschnitten

Unter anderem ist die Zufahrt in das Skigebiet Obertauern südlich von Salzburg nicht möglich. Auch in der Obersteiermark sind in mehreren Bezirken Orte von der Außenwelt abgeschnitten – etwa 1.600 Menschen sind eingeschneit. Auch im Ort St. Nikolai im Sölktal sitzen 480 Menschen fest, berichtet das Portal „wetter.at“. 

Die Sölktalstaße (L704) musste wegen der Lawinengefahr taleinwärts gesperrt werden. Es kommen weder Autos in den Ort oder heraus noch können Hubschrauberflüge stattfinden, da das Wetter keine Flüge zulässt, berichtet die „Kleine Zeitung“. Allerdings soll es Versorgungsflüge geben.

Auch Österreichs Kanzler Sebastian Kurz ist eingeschneit

Unter den eingeschneiten Urlaubern ist auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Er ist aktuell im Vier-Sterne-superior-Hotel im Großarltarl in Salzburg und bekommt das Chaos live mit.

Er wandte sich in einem Facebook-Video an die Helfer: „Der Schnee ist zwar eine große Freude für alle Touristen und insbesondere für alle Wintersportler, aber natürlich gleichzeitig eine enorme Herausforderung. Ein großes Danke an alle, die derzeit im Einsatz sind.“ 

Österreich: Noch mehr Schnee erwartet

Eine Besserung ist aktuell nicht in Sicht, an diesem Wochenende sollen an manchen Orten noch bis zu zwei Meter Neuschnee dazukommen. Für fast jedes österreichische Bundesland gibt es eine Wetterwarnung.

Eingeschneit im Skiurlaub: Diese Rechte haben Urlauber

Was passiert eigentlich, wenn Urlauber in ihrem Skiort eingeschlossen sind oder wegen Lawinengefahr vor geschlossenen Skiliften stehen? Der reisereporter erklärt die Rechte der Skiurlauber.

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