Der Bürgermeister von Venedig kann seine Pläne wahr machen: Die „contributo di sbarco“ wurde als Teil des neuen Haushaltsplans von Venedig verabschiedet. Wörtlich übersetzt ist das Eintrittsgeld eine „Gebühr fürs Von-Bord-Gehen“.

Damit soll einerseits mehr Geld in die Kassen von Venedig gespült werden, andererseits soll die Gebühr die gigantischen Besucherzahlen regulieren und beispielsweise Besucher in der Nebensaison in die Stadt locken.

Venedig: Touristen müssen bis zu 10 Euro Eintritt bezahlen

Der genaue Betrag soll nämlich je nach Jahreszeit variieren und wird zwischen 2,50 Euro und 5 Euro liegen. Bei besonderen Anlässen kann die Gebühr sogar auf bis zu 10 Euro angehoben werden, berichtet die italienische „TPI News“. Das Eintrittsgeld ist vergleichbar mit der Kurtaxe, wie du sie von verschiedenen Nord- und Ostseebädern kennst. 

Wer in Venedig in einem Hotel übernachtet, zahlt bereits eine Bettensteuer zwischen einem und 5 Euro pro Nacht. Für Übernachtungsgäste soll deshalb keine zusätzliche Gebühr erhoben werden. 

Und wie müssen Besucher den Eintritt bezahlen? Die Gebühr soll als eine Art Steuer über das Ticket, mit dem Touristen nach Venedig kommen, berechnet werden. Dadurch zahlst du dann einen entsprechend höheren Preis für die Fahrt mit Zug, Bus, Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff.

Eintritt für Touris: Neue Maßnahme im Kampf gegen Overtourism in Venedig

Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro bezeichnet die „contributo di sbarco“ als gute Maßnahme, um die Stadt besser managen zu können, sie sauber zu halten und sowohl Gästen als auch Einheimischen den Aufenthalt zu verbessern.

Die Eintrittsregel gilt nicht nur für den historischen Stadtkern, sondern auch für die kleineren Inseln in der Lagune. 

Jährlich besuchen rund 25 Millionen Touristen Venedig, die Mehrheit von ihnen bleibt nicht über Nacht, so der „Independent“. Sobald die Pläne in die Tat umgesetzt werden ist Venedig die erste Stadt der Welt, die Eintritt verlangt.