Drohnen-Alarm am Flughafen Gatwick: Zehntausende Passagiere betroffen!

Drohnen-Alarm in Gatwick: Zehntausende Passagiere betroffen!

Nichts geht mehr am Londoner Flughafen Gatwick! Weil mehrere Drohnen über dem Rollfeld gesehen wurden, ist der Airport gesperrt. Zehntausende Passagiere sind von Verspätungen und Flugausfällen betroffen.

Mehrere Drohnen haben dafür gesorgt, dass am Flughafen London-Gatwick gar nichts mehr geht.
Mehrere Drohnen haben dafür gesorgt, dass am Flughafen London-Gatwick seit etlichen Stunden gar nichts mehr geht.

Foto: twitter.com/Sam Holder

Seit mehr als zwölf Stunden dürfen am Flughafen London-Gatwick keine Flugzeuge mehr landen oder starten. Zehntausende Passagiere sind von Flugausfällen oder -verspätungen betroffen. Immer wieder werden Drohnen in der Nähe der Start- und Landebahnen gesichtet. 

Drohnen-Alarm in Gatwick: Airport zum zweiten Mal gesperrt

Deshalb war bereits am Mittwochabend der Flughafen ab 21 Uhr gesperrt. Nach einer sechsstündigen Sperrung wurde der Flugbetrieb gegen 3 Uhr wieder aufgenommen – und keine Stunde später erneut eingestellt. Drohnen hatten sich erneut einer der Start- und Landebahnen genähert. 

Seit 3.45 Uhr ist der Flugverkehr wieder komplett eingestellt, das teilte der Flughafen auf Twitter mit. „Leider wird es den ganzen Tag über zu erheblichen Verspätungen und Annullierungen kommen.“ Zwischen 11 und 12 Uhr sei eine weitere Drohne gesichtet worden.

Flugverkehr am Flughafen Gatwick eingestellt – Passagiere gestrandet

„Ich kann nicht sagen, wann wir wieder öffnen werden“, sagte Flughafen-Chef Chris Woodroofe der „BBC“. In einem Tweet teilte die Airline mit, dass die Sperrung bis mindestens 16 Uhr (Ortszeit) andauern werde. 

Drohnen-Alarm in Gatwick: Zehntausende Passagiere betroffen!

Zehntausende Passagiere sollen von Flug-Annullierungen oder -verspätungen betroffen sein. Für den heutigen Tag waren insgesamt 110.000 Passagiere auf 760 Flügen erwartet worden. Fotos und Videos auf Twitter zeigen, wie Tausende Menschen im Flughafen Gatwick gestrandet sind.

Fluggäste sollen sich unbedingt bei den Airlines informieren, bevor sie am heutigen Donnerstag zum Airport fahren, so der Flughafen. „Wir entschuldigen uns bei allen Betroffenen, aber die Sicherheit ist unsere Nummer-1-Priorität“, so der Airport-Chef. 

Polizeihubschrauber starteten und versuchten auszumachen, von wo die Drohnen gestartet wurden. In Großbritannien ist es seit Ende Juli strafbar, mit einer Drohne näher als einen Kilometer an einen Flughafen heranzufliegen. Wenn durch die Aktion sogar ein Flugzeug gefährdert wird, drohen dem Besitzer bis zu fünf Jahre Gefängnis. 

Passagiere filmen Drohne aus dem Flugzeug heraus

Zahlreiche Passagiere beschwerten sich auf Twitter oder Facebook darüber, seit Stunden im Flugzeug auf dem Rollfeld festzusitzen. Einige von ihnen filmten die Drohnen, unter ihnen auch David Shapira:

Drohnen-Alarm: Kritik am Flughafen-Gatwick

In den Sozialen Netzwerken wird auch Kritik am Airport laut: „Wie kann es so einfach sien, einen Flughafen in die Knie zu zwingen?“, fragt ein Twitter-Nutzer. Ein anderer fragt höhnisch: „Und eure Lösung ist einfach abzuwarten, bis die müde sind und ins Bett gehen?“

Von dem Verkehrschaos in der Vorweihnachtszeit sind zahlreiche Passagiere betroffen: Der Airport Gatwick gilt als wichtiges Drehkreuz für den Billigflieger Easyjet. Er ist mit jährlich mehr als 45 Millionen beförderten Passagieren der siebtgrößte Flughafen in der EU und der zweitgrößte im Vereinigten Königreich, Spitzenreiter ist London-Heathrow.

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