1. Welche Impfungen hast du schon?

Ob im Laufe der Kindheit oder von vergangenen Reisen: Viele haben bereits einige Impfungen, die auf Reisen wichtig sind. Hier geht es dann darum, die Gültigkeit der Impfungen zu klären. Hält die Wirkung drei, fünf oder zehn Jahre? Muss man eine Impfung auffrischen oder neu impfen lassen?

Wer sich nicht mehr erinnert, braucht nur im Impfpass nachzuschauen. Der ist übrigens wichtig, um immer einen Überblick zu bewahren, da hier jede Impfung mit Datum eingetragen wird. Unbedingt zu jedem Impftermin mitnehmen! 

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2. Wo willst du dich impfen lassen?

Bevor es ans Impfen geht, sollte man sich allgemein informieren. Der erste Schritt sind die Seiten des Auswärtigen Amtes mit den Impfempfehlungen für das jeweilige Land. Das gibt eine gute Basis. Besonders hilfreiche Infos und ausführlichere Empfehlungen gibt es von der Ständigen Impfkommission (Stiko). Als Nächstes geht es um die Entscheidung, wo man sich impfen lassen beziehungsweise vorab eine impfmedizinische Beratung machen möchte.

Das geht bei der Hausärztin oder dem Hausarzt über das Gesundheitsamt bis hin zu Tropenmedizinerinnen und ‑medizinern, die das größte Wissen haben, allerdings auch am teuersten sind. Merke: Viele Kassen zahlen keine Reiseimpfungen! Kassen wie Barmer, KKH, AOK Baden-Württemberg und AOK Bayern geben zum Teil nur 50 bis 100 Euro Zuschuss. Die besten Leistungen gibt es bei der Techniker-Krankenkasse, die sehr viele Impfungen übernimmt.

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3. Wann willst du dich impfen lassen?

Timing ist bei einem Impfplan alles, denn es ist wichtig, dass man rechtzeitig startet: mindestens vier bis sechs Wochen vor der Abreise, da manche Reiseimpfungen aus mehreren Teilinjektionen bestehen, zwischen denen eine genaue Anzahl an Tagen liegen muss.

Beim ersten Impfgespräch wirst du dann lernen, dass es klassische Impfungen gibt, die für jede Reise empfohlen werden, egal ob vom Arzt, von der Ärztin oder der Ständigen Impfkommission. Das sind Hepatitis A und B, Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung und inzwischen auch Corona. Je nach Land und Region kommen dann weitere Impfungen dazu.

Ein Mann spritzt in Indien ein Mittel gegen Malaria in die Straßen.

4. Wohin reist du?

Bei jedem guten Impfgespräch wird zuerst die Frage geklärt, wohin du reist. Hier ist es wichtig, dass du dir keine globale Antwort geben lässt. Indien ist beispielsweise nicht gleich Indien, da das Land groß ist und in den unterschiedlichen Gebieten auch unterschiedliche Zustände herrschen. Es besteht ein großer Unterschied, ob du in touristisch erschlossenen Gebieten unterwegs bist oder mit dem Rucksack im Nirgendwo.

Genauso ist es essenziell, dass man zwischen Impfvorschriften und Impfempfehlungen unterscheidet. Gelbfieber ist eine Impfung, die du zur Einreise in bestimmte Länder benötigst, andere Impfungen liegen in deinem Ermessen. Umso wichtiger ist eine gute Beratung. Gerade Tropeninstitute haben das Know-how, dir genau zu sagen, welche Reiseimpfungen du für welches Gebiet brauchst.

5. Wie lange reist du?

Bei jedem Impfgespräch solltest du direkt die Dauer deiner Reise ansprechen. Denn es spielt eine große Rolle, ob du sieben Tage oder vier Wochen in einem exotischen Land unterwegs bist. Gerade bei der großen Frage, ob du beispielsweise eine Malariaprophylaxe einnehmen solltest, ist die Dauer deiner Reise wichtig.

Wer nur eine Woche unterwegs ist, tut seinem Körper nichts Gutes, wenn er die Tabletten nimmt; dann ist es besser, auf ein gutes Mückenschutzmittel zu achten und aufzupassen – in Form von richtiger Kleidung und Schutz mit Moskitonetzen.

6. Wie reist du?

Genauso wichtig wie die Dauer deiner Reise ist die Art deiner Reise. Ziehst du allein mit Rucksack los und hast vor, abseits der Massen ein Land zu erkunden? Oder buchst du eine geführte Tour und übernachtest in Hotels statt in Hostels? Ein Impfplan muss immer anhand der Reiseart aufgestellt werden und sollte unterscheiden zwischen Badeurlaub, geführter Rundreise und Individualtourismus sowie zwischen Standardhotels, Luxushotels und einfachen Quartieren.

Bei einer guten ärztlichen Beratung wird es einen großen Unterschied machen, wenn bekannt ist, ob du acht Wochen quer durch ein Land trampst oder zwei Wochen in der Gruppe auf einer klassischen Route unterwegs bist.