Übernachten im Hostel: 5 Überlebenstipps für Backpacker

Urlaub im Hostel: 5 Überlebenstipps für Backpacker

Überfüllte Schlaf-Dorms, feierwütige Gäste, fragwürdige Duschen und Küchen: Hostels werden häufig zum Stresstest für Backpacker. Fünf Überlebenstipps für die nächste Hostelnacht, die garantiert helfen.

Jasmin Kreulitsch
Günstig, aber auch gut? Hostels halten manche Unwägbarkeit bereit. (Symbolfoto)
Günstig, aber auch gut? Hostels halten manche Unwägbarkeit bereit. (Symbolfoto)

Foto: imago/Christine Roth

1. Überleben im Dorm

Eine gute Nacht im Hostel fängt bei der Wahl des Bettes an. Bei Hochbetten solltest du immer das untere wählen. Das bietet dir mehr Schutz, und du kannst es sogar mit deinem Handtuch abhängen, sodass du eine kleine Schlafhöhle hast.

Gut sind auch alle Betten am Fenster oder am Ende des Raumes, also jenen Orten, die am weitesten weg von der Tür sind, sodass so wenig Leute wie möglich bei dir vorbeikommen.

Sobald du dein Bett hast, solltest du es „bewohnt“ aussehen lassen, sodass niemand auf die Idee kommt, dass es noch frei sei. Übrigens: Nicht jedes Hostel ist bedenkenlos sauber. Es lohnt sich, einen Schlafsack oder wenigstens ein Inlay dabeizuhaben, das du zur Not aufs Bett legen kannst. Auch ein großes Handtuch kann dich vor einem ekeligen Leintuch schützen.

Das beste Bett: Unten am Fenster.
Das beste Bett: Unten am Fenster. Foto: imago/Jochen Tack

2. Überleben in der Hostelküche

Ob dreckige Kühlschränke oder Langfinger unter den anderen Hostelgästen: Verpack deine Lebensmittel gut in einer Tüte und verstau diese am besten ganz hinten/oben im Kühlschrank. Markiere zudem deine Lebensmittel mit deinem Namen und deinem Abreisedatum.

Das hält Diebe unbewusst zurück. Geschirr und Besteck solltest du noch mal spülen, bevor du sie benutzt – sicher ist sicher.

Tipp: In fast jeder Hostelküche gibt es ein Fach mit Gratislebensmitteln. Da darfst du dich gern bedienen, solltest aber auch beim Konzept mitmachen: Bleibt bei dir etwas übrig, hinterlässt du es für die kommenden Gäste.

3. Überleben in der Dusche

Wenn du ein bisschen Privatsphäre unter der Dusche suchst, solltest du dann duschen, wenn es die anderen nicht tun – also Stoßzeiten vermeiden. Tagsüber hast du die besten Chancen dazu. Ein absolutes Must-have sind Flip-Flops – barfuß solltest du niemals in einem Hostel unterwegs sein (Fußpilz!).

Tipp: Zum Duschen alles, was du brauchst, in einer Plastiktüte mitnehmen. Meist sind die Kabinen sehr einfach gestaltet und haben wenige Ablageflächen. Eine Plastiktüte wirkt hier Wunder. Praktisch ist auch ein Kulturbeutel mit Haken zum Aufhängen, denn wie die Duschkabinen habe auch die wenigsten Badezimmer genug Ablagefläche. Und: Immer eine Rolle Klopapier parat haben!

4. Überleben im Chaos

In Hostels ist es enorm wichtig, seine persönlichen Dinge sicher zu verstauen. Absolut unerlässlich ist ein Vorhängeschloss: Damit kannst du dein Gepäck sichern. Oft gibt es kleine Schränke, die du damit abschließen kannst; im schlimmsten Fall kannst du das Schloss auch benutzen, um deine Tasche zu verschließen und sie am Bett zu befestigen.

Fühlst du dich unsicher, solltest du deine wichtigsten Gegenstände in eine Tüte packen und zu dir ins Bett mitnehmen. Es lohnt sich auch, in praktische Reisegadgets zu investieren, zum Beispiel eine Seidenbauchtasche, die man direkt auf der Haut tragen kann, oder auch einen Reisesafe, den man im Hostel gut verschließen kann.

5. Überleben im Hostellärm

Keine Frage, in einem Schlaf-Dorm kann es durchaus laut zugehen. Deshalb ist es essenziell, dass du Oropax dabeihast, um dich wenigstens ein bisschen abzuschirmen. Auch eine Schlafmaske kann dir helfen, die Nacht besser zu überstehen. Übrigens: Eine Stirnlampe oder eine kleine Taschenlampe ist ein prima Helfer in der Nacht, wenn du auf die Toilette musst. Dann weckst du die anderen nicht auf – und gehst mit gutem Beispiel voran.

Denn letztlich funktioniert das Miteinander in einem Hostel wie bei jedem anderen sozialen Gefüge: Jeder sollte Rücksicht auf den anderen nehmen und hilfsbereit sein. Darum dreht sich auch der ultimative Hosteltipp: Eeinen Mehrfach-USB-Stecker dabeihaben.

Warum? Weil es in den Schlaf-Dorms immer zu wenig Steckdosen gibt. Du machst dich bei deinen Mitbewohnern garantiert beliebt, wenn sie auch an deinen USB-Stecker randürfen.

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