Schlafen im Flugzeug: 7 Tipps für den Langstreckenflug | reisereporter

Schlafen im Flugzeug: 7 Tipps für den Nachtflug

Zu eng, zu unbequem, zu laut, zu voll: Ein Nachtflug kann durchaus anstrengend sein. Mission impossible? Von wegen! 7 Tricks, mit denen du einen Nachtflug quasi im Schlaf überstehst.

Schlafender Fluggast.
Entspannter Nachtflug: Im Flieger zu schlafen ist eine Kunst, die man lernen kann.

Foto: imago/Westend61

1. Die richtige Kleidung

Wer in knallengen Jeans, einschnürenden Tops oder unangenehmen Materialien ins Flugzeug steigt, ist selbst schuld. Zu Hause würde man ja auch nicht in voller Montur schlafen gehen, warum also bei einem Nachtflug?

Wer schlafen möchte, muss sich wohlfühlen – und da spielt die richtige Kleidung eine wichtige Rolle. Alles, was eng ist, einschnürt oder sich auf der Haut nicht gut anfühlt, ist tabu.

Besonders wichtig sind die Stoffe: An Bord wechseln die Temperaturen, daher sind natürliche, atmungsaktive Stoffe am besten. Ein Jogginganzug mag vielleicht für viele zu leger wirken, ist aber eine prima Wahl.

Wer sich scheut, so an Bord zu gehen, kann sich in der Luft umziehen – Hauptsache, das Schlafoutfit ist bequem. Dann klappt’s auch mit dem Schlaf über den Wolken.

2. Das richtige Ritual

Schlaf ist oft eine Kopfsache. So wie man zu Hause oft den Punkt verpasst, ins Bett zu gehen, wenn man müde ist, passiert das auch bei einem Nachtflug. Rituale können aber helfen, diese Müdigkeit wieder zuzulassen. Zum Beispiel, indem man sich auch an Bord bettfertig macht.

Nach dem Essen gehst du am besten auf die Flugzeugtoilette und machst das, was du auch zu Hause machst: Zähne putzen, abschminken, Gesicht waschen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – und vertraute Rituale wie dieses suggerieren deinem Körper, dass es nun an der Zeit ist, schlafen zu gehen.

Rituale helfen beim Einschlafen im Flugzeug.
Rituale helfen beim Einschlafen im Flugzeug. Foto: imago/Christian Thiel

3. Das richtige Essen

Keine Frage: Die ersten Stunden an Bord sind die spannendsten. Du kannst dir in Ruhe das Entertainment-Programm anschauen und wählen, welche Filme du sehen willst, dazu wird meist direkt nach dem Abflug ein warmes Essen serviert.

Oft sollte man sich aber gut überlegen, ob man da wirklich komplett zuschlagen möchte. Viele Nachtflüge starten erst um Mitternacht; bis dann das Essen vor dir steht, kann es zwei Uhr morgens werden.

Da stellt sich die Frage: Würdest du zu Hause auch um diese Zeit ein vollständiges Menü essen? Wer an Bord eines Flugzeuges Probleme hat zu schlafen, sollte das Dinner streichen oder wenigstens halbieren. Schon zu Hause fällt das Schlafen schwer, wenn der Magen voll ist – an Bord eines Flugzeugs wird der Effekt noch verstärkt und man kommt nicht zur Ruhe.

4. Die richtige Sitzposition

Es gibt einen kleinen Trick mit großer Wirkung, der vermeidet, dass man geweckt wird, wenn man endlich eingeschlafen ist: Am besten schließt du deinen Sicherheitsgurt immer über deiner Decke oder deinen Klamotten.

Warum? Sobald es nur die kleinste Turbulenz gibt, die du im Schlaf nicht mal bemerkst, geht die Cabin Crew durch die Maschine und überprüft, ob du angeschnallt bist. Ist dein Sicherheitsgurt unter der Decke geschlossen, wirst du zwangsläufig geweckt.

5. Die richtige Entertainment-Dosis

Keine Frage: Binge-Watching ist großartig. An Bord eines Flugzeuges sollte man sich aber nicht vom Entertainment-Programm den Ablauf des Fluges diktieren lassen. So spannend es sein kann, sich die neuesten Filme anzuschauen: Es ist schon zu Hause oft schwierig, gut zu schlafen, wenn man bis vier Uhr morgens Serien gestreamt hat. Dann verpasst du nämlich den Moment, in dem dein Körper sagt, dass er schlafen möchte.

Nimm dir daher lieber vor, bei einem Nachtflug nur einen oder maximal zwei Filme zu schauen, aber dann schlafen zu gehen – sonst klappt es gar nicht mehr mit dem Schlafen.

6. Die richtigen Getränke

An Bord eines Flugzeuges dehydriert der Körper, daher ist es wichtig, dass du viel Wasser trinkst, solange du noch wach bist. Und selbst wenn das Bordpersonal den Service einstellt, kannst du dir jederzeit Wasser holen. Es gibt bei jedem Nachtflug einen Ort an Bord, wo die Wasserflaschen gebunkert werden.

Vorsicht solltest du bei Alkohol walten lassen. Der berühmte Schlummertrunk ist keine gute Idee hoch über den Wolken. Denn auf Reisehöhen von 40.000 Fuß hat Alkohol die entgegengesetzte Wirkung und hilft keinesfalls dabei, dass du besser schlafen kannst.

Schlafende Fluggäste
Entspannter Nachtflug: Im Flieger zu schlafen ist eine Kunst, die man lernen kann. Foto: imago/stock&people

7. Die richtige Bettwäsche

Klar, Bettwäsche an Bord gibt es nicht, dafür aber Decke und Kissen. Die spielen eine große Rolle dafür, ob du bequem und gut schläfst. Bist du jemand, der rasch friert, solltest du bereits am Anfang des Fluges um eine zweite Decke bitten und auf jeden Fall dicke Socken einpacken, die du nachts anziehen kannst.

Auch ein Schal und eine dünne Mütze können dich wärmen. Wer licht- und geräuschempfindlich ist, sollte Augenmaske und Ohropax einpacken, um alles andere um sich herum besser ausblenden zu können. Wer es schafft, sich ein gemütliches Umfeld an seinem Sitzplatz zu kreieren, schläft in jedem Fall besser.

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