Oberjoch: „reisereporter 2018“-Tagebuch aus dem winterlichen Allgäu

„reisereporter 2018“-Tagebuch: Die letzte Reise

Wir haben gemeinsam mit TUI die „reisereporter 2018“ gesucht, Jane und Julia aus Kiel kamen auf Platz zwei. Das beste Reisejahr ihres Lebens endet mit einer winterlichen Reise nach Oberjoch. Ihr Tagebuch.

Julia & Jane
Da nahmen sich Jane und Julia natürlich Zeit für viele winterliche Selfies…
Die letzte Reise führe Jane und Julia nach Oberjoch.

Foto: Menzel

Nach ihrem Camping-Abenteuer in Neuseeland verbringen Jane und Julia nun ihre letzte Reise als „reisereporter 2018“ in Oberjoch. Der perfekte Abschluss für das aufregendste Jahr ihres Lebens: 

Los ging das Reisejahr der beiden Kielerinnen mit einer Studienreise in Peru, danach schipperten sie auf einem Kreuzfahrtschiff nach Sankt Petersburg, erlebten die rumänische Studentenstadt Cluj-Napoca und gingen schließlich in Neuseeland auf Kiwisuche.

>> Kurzsteckbrief Oberjoch

  • Ortsteil im Oberallgäu
  • Einwohner: 200
  • Fläche: 137 Quadratkilometer (Bad Hindelang)
  • Höhe: 1.136 bis 1.200 Meter
Gemeinsam mit TUI haben wir die „reisereporter 2018“ gesucht.
Gemeinsam mit TUI haben wir die „reisereporter 2018“ gesucht. Foto: reisereporter / TUI Deutschland / freepik.com

„reisereporter 2018“-Tagebuch aus Oberjoch

Tag 1: Schnee am Ende des Tunnels

Unser schlimmster Albtraum wird wahr: Die letzte „reisereporter 2018“-Reise steht vor der Tür. Und wir sind sentimental. Wir blicken auf ein Jahr voller Abenteuer, Erlebnisse und Spaß zurück. Wenn man uns fragt, könnte 2018 ewig andauern. Für immer würden wir gern eure reisereporter sein.

Da jedoch alles außer der Wurst ein Ende hat, muss das beste Jahr unseres Lebens mit einem Abschluss der Extraklasse gefeiert werden. Und dafür sind wir gestern Abend in Oberjoch angekommen. Genauer gesagt im Traumhotel Lanig mit verschneitem Blick auf die Berge, einer Wellness-Landschaft zum Dahinschmelzen und Personal, so freundlich wie die eigene Familie (es manchmal ist). 

Auf der TUI-Facebook-Seite haben wir euch in unseren Livevideos mitgenommen: 

Heute stehen also eine Menge Schneespaß, Wellness-Wahnsinn und Essenserlebnis auf dem Plan. Wir können es kaum erwarten!

Tag 2: Rodel-Gaudi und Alphütten-Romantik

Als wir heute Morgen wach wurden, konnten wir es kaum erwarten, die Gardinen unseres wunderschönen Hotelzimmers aufzureißen und einen Blick nach draußen zu erhaschen. Wir sprangen wie zwei aufgeregte Kinder vor Weihnachten aus den Betten und konnten unseren Augen kaum trauen: Ein Traum von einer Schneelandschaft mit in der Sonne glitzernden Eiskristallen breitet sich vor uns aus.

Verschneite Holzhütte und Tannen in Oberjoch, Allgäu.
In der winterlichen Allgäu-Landschaft geraten die „reisereporter 2018“ ganz schön ins Schwärmen. Foto: Maria Menzel

Tannen waren von der weißen Pracht umhüllt, geschmückt mit ihren eigenen Tannenzäpfchen. Die Idylle war so perfekt, dass wir aufpassen mussten, nicht gleich die Titelmelodie von Heidi zu grölen. Ups, zu spät. Heidi, Heidiiiiii, deine Welt sind die Bergeeeeeee.

Nach einem reichhaltigen Frühstück und einem kleinen Streit (Jane will einfach IMMER von Julias Schokocroissant abbeißen. Was, absolut NICHT, okay ist) schlüpften wir in unsere Ski-Anzüge und folgten dem Ruf des Berges. Wir rodelten wie die Weltmeister, verbrachten mehr Zeit mit Landungen im Schnee als auf dem Schlitten und hatten den Spaß unseres Lebens.

Jane, Julia, Eduardo und Carina rennen mit Schlitten den Berg hinauf.
Auf geht’s! Mit dem Schlitten die verschneiten Hügel rauf und runter. Foto: Maria Menzel
Nach diesem Abenteuer hatten wir definitiv eine Stärkung nötig und machten uns auf den Weg zu einer Alphütte. Mit einer Herzlichkeit ohnegleichen wurden wir von dem Wirt Andreas und seiner Frau Birgit in Empfang genommen.

Die Chemie stimmte auf Anhieb – sie kamen vor 14 Jahren aus Schleswig-Holstein nach Bayern. (Warum auch immer sie das schönste Bundesland der Welt verließen bleibt bis heute ein Rätsel.) Wir bekamen eine Brotzeit vom Allerfeinsten, genossen heißen Glühwein und tauchten voll und ganz in die urig bayerische Atmosphäre ein.

Jane, Julia, Carina und Eduardo bei einer Brotzeit in einer Almhütte.
Und jetzt: Reinhauen! Rodeln macht ganz schön hungrig… Foto: Maria Menzel
Am Abend stand ein Mehrgänge-Menü auf der Karte. Ab und zu waren wir uns nicht mehr sicher, ob wir uns in Oberjoch oder im Oberschlaraffenland aufhielten. Jeden Bissen ließen wir uns schmecken und bekamen einen spannenden Einblick ins Hotel.

Der Chef persönlich servierte unseren Hauptgang, setzte sich zu uns und ließ uns an seiner spannenden Geschichte teilhaben. Sein familiengeführtes Unternehmen in bereits dritter Generation und mit einer Menge Herzblut beeindruckte uns sehr. Mit lustigen Spielen und einer Menge Wein klang dieser zauberhafte Tag aus.

Tag 3: Heinz‘ Schnee-Affäre

Als wir den heutigen Tag top gelaunt mit einem schmackhaften Frühstück starteten, ahnten wir noch nichts von dem, was heute geschehen würde. Wir streiften uns also nichts ahnend unsere Schneehosen über, schlüpften in die Winterstiefel und zogen unsere Mützen über beide Ohren. Einer Rodel-Tour mit Heinz stand nichts mehr im Wege.

Mit den Schlitten unterm Arm und dem pinken Gummitier im Schlepptau machten wir uns auf in Richtung Berg. Oben angekommen – leicht außer Atem aber dennoch bereit für das Abenteuer – blickten wir uns um. Heinz? Wo war der Vogel ohne Gefieder denn nun schon wieder? Wir riefen seinen Ketchup-ähnlichen Namen so laut, dass es bis ins Tal hallte. Nichts.

Einen genervten Blick und ein Augenrollen später stapften wir also wieder zurück. Doch bereits nach ein paar Schritten strahlte die pinke Farbe – im starken Kontrast zum weißen Schnee – uns an. Heinz!

„reisereporter 2018“ Jane und Julia bauen in Oberjoch einen Flamingo aus Schnee.
Große Gefühle in Oberjoch: Heinz hat sich unsterblich in eine Schneedame verliebt. Foto: Maria Menzel
Doch er war nicht allein: „Freunde, ich möchte euch gern Sabine vorstellen. Sabine und ich sind nun zusammen.“ Uns gingen so viele Dinge durch den Kopf. Was war mit seiner Alpaka-Dame Cloudi, die er in Peru kennengelernt hat? Und was war mit seiner Karriere auf dem Kreuzfahrtschiff, die er als erster Flamingo-Kapitän 2019 angehen wollte?

Wir konnten es nicht fassen. Aber so war Heinz nun mal. Ein Rebell. Wir ließen ihm noch seine Zeit (über seine nicht vorhandene Treue wussten wir ja bereits) und rodelten stundenlang den Berg hinunter.

Jane und Julia genießen den Wellness-Bereich im Hotel Lanig in Oberjoch, Allgäu.
Nach der Rodelpartie ging’s rein ins Warme. Foto: Maria Menzel
Danach rief uns die Kuchenzeit im Hotel mit herrlichem Apfelstrudel und heißer Vanille Soße. Als ob diese Stärkung nicht schon genug war, ging es nach dem kalten Rodel-Spaß in den Wellness-Bereich. Wir badeten im warmen Indoor-Pool mit direktem Blick auf die schneebedeckten Berge.

Danach ließen wir bei einem mehrgängigen Menü den Abend ausklingen. Und so langsam wurden wir sentimental. Dies war unser letzter Abend als „reisereporter 2018“. Unsere letzte Reise. Wir hatten das mit Abstand schönste Jahr unseres Lebens und blicken mit purer Freude und Glück in unseren Herzen auf so viele tolle Erlebnisse, Menschen und Kulturen zurück.

Jane und Julie stoßen im Restaurant des Hotels Lanig in Oberjoch an.
Cheers! Jane und Julie stoßen auf das Reisejahr ihres Lebens an. Foto: Maria Menzel
Wir haben jede Sekunde genossen und werden noch unseren Enkelkindern von 2018 erzählen. Dem Jahr, an dem unser größter Reise-Traum in Erfüllung ging. Da Heinz nach diesem Jahr schon Enkelkinder hat, fangen wir auch gleich mit denen an.

Dieses Tagebuch erscheint um einen Tag zeitversetzt. Letztes Update: 18. Dezember.

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