Max und Nono reisen mit dem Fahrrad nach China – für einen guten Zweck

Diese Typen radeln für den guten Zweck nach China

Zwei Freunde, zwei Fahrräder, ein Zelt, quasi keine Erfahrung und ein großes Ziel: von Berlin bis nach Peking radeln. Auf diese verrückte Idee kamen Max und Nono nach dem Abschluss ihres Studiums.

Nono und Max bei ihrer Reise um die Welt.
Nono und Max fahren mit dem Fahrrad bis nach China.

Foto: privat

Max und Nono wollten eine Herausforderung, ein Abenteuer, über die eigenen Grenzen hinausgehen. Aber nicht nur das: Dabei wollten sie auch etwas bewegen. Nach Reisen in Mittelamerika sind ihnen die großen Bildungsunterschiede nicht mehr aus dem Kopf gegangen, und deshalb radeln sie für einen guten Zweck.

Das Ziel? So viele Spenden sammeln, dass sie eine Schule in Guatemala bauen können. Bisher sind sie in 104 Tagen 3.680 Kilometer gefahren – mit dem Fahrrad. Und haben dabei bisher rund 29.000 Euro gesammelt.

Nono und Max bei ihrer Reise um die Welt.
Hallo, Montenegro! Nono und Max fahren mit dem Rad bis nach China. Foto: privat

Max und Nono kommen aus Deutschland. Sie haben nicht nur studiert, sondern auch zusätzlich während ihres Studiums die Welt bereist und sogar ganze Semester im Ausland absolviert.

Das ist jetzt erst mal keine außergewöhnliche Geschichte, zumindest nicht aus unserer Perspektive. Für viele Menschen ist Bildung aber keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg.

Reisen waren Teil ihres Studiums

Das haben die beiden Studenten auf ihren Reisen durch Zentralamerika und Asien erkannt, wo sie Freundschaften mit Einheimischen geschlossen, sich sozial engagiert und die verschiedensten Bildungssysteme kennengelernt haben.

Zurück in ihrem deutschen Studentenleben steht fest, dass sie nach ihrem Abschluss die Inhalte ihres Studiengangs in internationalem Marketing nutzen möchten. Sie wollen etwas zurückgeben und das Leben möglichst vieler Kinder positiv beeinflussen. Doch wie?

Nono und Max bei ihrer Reise um die Welt.
Nono und Max bei ihrer Reise um die Welt. Foto: privat

Ihnen war klar, dass sie eine möglichst große Reichweite aufbauen müssten, um möglichst viel zu erreichen. Dazu brauchten sie eine möglichst verrückte Idee, und die kam ihnen bei einem gemeinsamen Fernsehabend. Sie sahen eine Doku über jemanden, der den kompletten amerikanischen Kontinent mit dem Fahrrad abfuhr.

Mit dem Fahrrad nach China – warum?

Aus der Faszination und einigen Scherzen wurde mit viel Mut schnell ein ernsthafter Plan: zusammen mit dem Fahrrad um die Welt radeln, „Biking Borders“ war geboren. Dabei waren die zwei Männer noch nie längere Strecken mit dem Fahrrad gefahren – und dann sollen es gleich 15.300 Kilometer sein.

Fahrrad fahren für den guten Zweck: die beste Motivation

Wie sie ausgerechnet auf China als Ziel kamen? „Wir waren auf der Suche nach einem Ort, der auf der Landkarte unglaublich weit aussieht und der auf dem Landweg ohne Flugzeug oder Schiff zu erreichen ist.“ Das leuchtet ein, und auch die Hoffnung, damit viele Menschen zu begeistern, geht auf. Mehr als 6.800 Follower haben sie inzwischen auf Instagram.

Max und Nono kommen ihrem Spendenziel jeden Tag, Kilometer für Kilometer, etwas näher, und das sei die beste Motivation, sagen sie. Denn einfach ist ihr Unterfangen nicht. Ohne Erfahrung fällt ihnen das Radfahren anfangs schwer, Muskelkater gehört ab jetzt zu ihrem Leben. 

Begegnung mit einem Braunbären

Aber auch abgesehen von der sportlichen Herausforderung erleben sie täglich unglaubliche Dinge. Das spannendste und wohl auch gefährlichste bisher ist die nächtliche Begegnung mit einem Braunbären an ihrem Zelt an der bosnischen Grenze.

Ohne lange zu zögern flüchten sie mit lauter Technomusik Richtung Straße und können inzwischen darüber lachen: „Wir wachsen an unseren Aufgaben!“ 

Und so sind sie optimistisch, dass sie weiterhin auf allen Ebenen gut vorankommen. Ende Mai 2019 möchten sie nach neun Monaten im Sattel in Peking ankommen – doch selbst wenn nicht alles glattgehen sollte, wollen sie durchhalten, denn das mache ja schließlich den Reiz einer solchen Reise aus.

Nono und Max übernachten im Freien.
Nono und Max übernachten im Freien. Foto: privat

Nach der Radreise geht es mit dem Flieger nach Guatemala

Bisher liegen Max und Nono aber komplett in ihrem Zeitplan und kommen auch ihrem großen Ziel, eine Schule in Guatemala zu bauen, immer näher.

Mehr als 29.000 Euro wurden bereits von Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern in ihre Spendenkampagne eingezahlt. Dennoch ist es noch ein weiter Weg, bis sie die 50.000 Euro knacken – und bis nach China sowieso. Fest steht aber: Nach ihrer Reise werden sie nach Guatemala fliegen und dort für ihre Unterstützer dokumentieren, was mit dem Geld passiert.

Und wer weiß, vielleicht sprengen die beiden auf dieser Reise nicht nur ihre eigenen Grenzen, sondern auch die ihres Fundraising-Ziels. Zu wünschen wäre es ihnen, denn wer so unglaublich viel Einsatz zeigt, sollte auch belohnt werden. Wichtig ist ihnen aber nicht nur, das eigene Ziel zu erreichen, sondern auch, andere ermutigen zu können: „Abgesehen vom Bau der Schule ist es unser Ziel, andere mit unserem Projekt zu inspirieren – sei es, um sich sozial zu engagieren oder seinen Träumen zu folgen, selbst wenn es sich dabei um die verrückteste Idee handelt.“

Wenn du „Biking Borders“ unterstützen möchtest, kannst du hier spenden

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