Darum musst du 2019 unbedingt nach Plowdiw reisen

Darum musst du 2019 unbedingt nach Plowdiw reisen

Kaum jemand kennt diese bulgarische Stadt, doch das dürfte sich spätestens in diesem Jahr ändern. Als europäische Kulturhauptstadt ist Plowdiw ein heißer Kandidat auf den Reisegeheimtipp des Jahres.

Mario Moers
Blick über Plowdiw vom Hügel Tepe aus. Diese Stadt sollte auf deine To-travel-Liste für 2019!
Blick über Plowdiw vom Hügel Tepe aus. Diese Stadt sollte auf deine To-travel-Liste für 2019!

Foto: imago/ecomedia/robert fishman

Es ist eine echte Premiere: Plowdiw ist der erste Ort in Bulgarien, der zur Europäischen Kulturhaupstadt ernannt wird. Noch nie von dem Ort gehört? Tatsächlich ist er zwar seit vermutlich 8.000 Jahren durchgehend besiedelt – damit gilt er als eine von Europas ältesten durchgehend bewohnten Siedlungen. Trotzdem galt Plowdiw bisher nicht unbedingt als ein Ort, „den du gesehen haben musst, bevor du stirbst“.

Plowdiw: Von Underdog zum Trendreiseziel

Aber: Das wird sich 2019 ganz sicher ändern. Denn die zweitgrößte Stadt Bulgariens lockt mit mehr als 500 Veranstaltungen, Konzerten, Ausstellungen, Festen und Festivals.

Die Stadt ist geprägt von vielen antiken Sehenswürdigkeiten, einer Moschee, einer Synagoge, orthodoxen Kirchen und einer katholischen Kathedrale. Errichtet wurde Plowdiw auf drei Hügeln in der Tiefebene der historischen Landschaft Thrakien – und präsentiert sich als spannender Mix aus römischer und sowjetischer Geschichte sowie weltoffener Universitätsstadt.

Vom Craftbeer- und Burgerfestival im angesagten Kreativstadtteil Kapana bis zur Oper im antiken römischen Theater bietet Plowdiw seinen Gästen als Europäische Kulturstadt ein umfangreiches Programm. Das hilft nicht nur bei deiner Reiseplanung, sondern es zeigt dir außerdem die Welten abseits der wichtigen historischen Sehenswürdigkeiten.

Sightseeing in der Innenstadt von Plowdiw

Ziemlich spannend ist ein Spaziergang durch die Innenstadt, denn dort prallt Modernität auf Geschichte. Du erlebst eine Stadt über der Stadt. Der obere Abschnitt von Europas vielleicht längster Shoppingmeile hat etwa den Verlauf der Rennbahn des römischen Stadions aus dem zweiten Jahrhundert. Dort schauten früher bis zu 30.000 Menschen den sportlichen Wettkämpfen zu. 

Auch spannend und Schauplatz etlicher Veranstaltungen ist die alte Tabakstadt Tjutjunev-Grad – zum Beispiel findet dort das Festival der 3-D-Straßenmaler statt. Das Viertel, in dem verlassene Warenhäuser von der Blütezeit der bulgarischen Tabakindustrie im ausgehenden 19. Jahrhundert zeugen, riecht bis heute an manchen Stellen nach den Tabakwaren, die hier verabeitet wurden.

Herrschaftliche Häuser treffen hier auf heruntergekommene Warenhäuser und inzwischen immer häufiger auch auf Orte, an denen die Kreativszene der Stadt dessen Zukunft gestaltet.

Der nächste Hipster-Hotspot?

Nur wenige Gehminuten von der modernen Einkaufstraße und der Altstadt entfernt liegt Kapana, der Szenestadtteil Plowdiws. Hier findest du die unzähligen kleinen Cafés, Kneipen und Künstlerlädchen, die mit der Sanierung des Viertels aus dem Boden geschossen sind.

​Anreise nach Plowdiw

Von Deutschland aus fliegt Ryanair von Berlin direkt nach Plowdiw – günstige Flüge gibt es ab circa 50 Euro. Alternativ bietet sich ein Flug aus mehreren deutschen Städten in die bulgarische Haupstadt Sofia an. Von dort sind es etwa zweieinhalb Stunden mit Bus oder Bahn in die Kulturhauptstadt.

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