Magen-Darm-Alarm: Wie du dich auf Kreuzfahrten vor Krankheiten schützt

Wie du dich auf Kreuzfahrten vor Krankheiten schützt

Den geplanten Traumurlaub mit Brechdurchfall auf dem Klo verbringen – diesen Horror erleben Kreuzfahrtpassagiere immer wieder. Hier erfährst du, welche Hygieneregeln du an Bord unbedingt einhalten musst.

Mario Moers
Die „Aida Mar“ ist eines von mindestens sieben Kreuzfahrtschiffen von Aida, auf denen es Magen-Darm-Probleme gab. (Fotomontage)
Damit die Traumreise nicht zum Horrortrip wird, solltest du ein paar Regeln befolgen. (Symbolfoto)

Foto: imago/Rüdiger Wölk

Norovirus, Malaria und sogar Tollwut. Die Liste der Krankheiten, die Kreuzfahrtpassagieren auf den Weltmeeren drohen, ist lang. Allein bei der Aida-Flotte gab es in diesem Jahr innerhalb weniger Monate auf mindestens sieben Schiffen Ausbrüche von Magen-Darm-Krankheiten.

Um Epidemien an Bord zu verhindern, raten die Reiseanbieter Urlaubern, unbedingt einige Regeln zu beachten. Denn im schlimmsten Fall sind Kreuzfahrtschiffe für Viren und Bakterien regelrechte Brutkästen. Die Krankheitserreger kommen nach Auskunft des Centrums für Reisemedizin (CRM) in den meisten Fällen über verunreinigte Nahrungsmittel und Getränke an Bord.

Auf der Kreuzfahrt: Jede Erkrankung melden

In 20 bis 70 Prozent der Fälle sind Kolibakterien die Ursache für Durchfall auf Reisen, ebenso häufig droht Ansteckung durch das Norovirus. Aber auch der Stress der Reisevorbereitung, die Zeitumstellung und der Klimawechsel spielen eine Rolle.

„Wir bitten unsere Gäste, sich im Fall einer Erkrankung, egal welcher Art, bereits vor oder bei Reiseantritt, mit uns in Verbindung zu setzen“, appelliert Martina Reuter, Sprecherin bei Aida Cruises, an alle Passagiere. Unbedingt sollten sich Urlauber außerdem vorab die Einreise- und Gesundheitsempfehlungen des jeweiligen Veranstalters besorgen. 

Mit diesen Tipps schützen sich Urlauber vor Krankheiten

Diese vorbeugenden Maßnahmen empfiehlt die US-Seuchenschutzbehöre CDC:

  • Hände waschen: Nicht nur vor und nach dem Toilettenbesuch, sondern auch zwischendurch sollten Urlauber immer wieder die Hände von möglichen Erregern befreien.
  • Kontakt zu Kranken vermeiden: Wer Erbrochenes sieht oder kranken Mitreisenden begegnet, sollte vorsichtig Abstand halten. Dieser Ratschlag klingt wenig mitfühlend, ist aber notwendig, um die Ausbreitung einzudämmen.
  • Viel trinken, aber nur sauberes Wasser: Insbesondere bei Landgängen in Ländern mit niedrigen Hygienestandards sollten Reisende ausschließlich mitgeführtes Wasser aus der eigenen Flasche trinken.
  • Street-Food vermeiden: Der exotische Snack vom Straßenhändler birgt die Gefahr, das die Traumreise bereits kurz nach dem Verzehr auf der Krankenstation endet.
  • Auszeiten nehmen: Nicht nur Senioren sollten darauf achten, dem Körper ausreichend Ruhe zu gönnen. Pausen stärken das Immunsystem.
  • Für Kinder gelten spezielle Regeln: Kleinkinder, die noch nicht selbstständig auf Toilette gehen können oder Windeln tragen, dürfen auf Kreuzfahrtschiffen aus Hygienegründen nicht in die Pools.   

Durchfall auf Reisen: Was hilft, wenn es zu spät ist?

Eine Eigentherapie ist insbesondere an Bord eines Kreuzfahrtschiffs bei Reisedurchfall nur bedingt sinnvoll. Einige Medikamente gegen akuten Durchfall legen den Darm praktisch lahm und können sogar gefährlich werden. 

Extrem wichtig ist es, viel zu trinken. Die bekannte Cola-Salzstangen-Therapie hilft nach Angaben des CRM, reicht aber nicht aus. Getränke sollten Zucker, Salz und Kalium enthalten, damit der Körper die Flüssigleit speichern kann.

Impfschutz kann nicht nur Durchfall vermeiden

Erwachsene Reisende können sich durch zwei Schluckimpfungen, im Abstand von einer bis sechs Wochen eingenommen, gegen Reisedurchfall impfen.

Eine genaue Auflistung von empfohlenen Impfungen gegen die notorischten Kreuzfahrtkrankheiten findest du zum Beispiel bei Aida Cruises und beim Auswärtigen Amt.

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