Dass Kreuzfahrtschiffe eine ziemliche Belastung für die Umwelt sind, ist nichts Neues. Deshalb müssen die schwimmenden Riesen auch immer strengere Richtlinien erfüllen. Was passiert, wenn sich die Reedereien nicht an diese Vorgaben halten, zeigt ein aktueller Fall aus Frankreich. Der Kapitän (58) des Schiffes „Azura“ muss nun 100.000 Euro Strafe zahlen.

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Kreuzfahrtschiff „Azura“ hat illegalen Sprit im Tank

Ein Verstoß gegen die europäischen Umweltbelastungsrichtlinien kommt den Kapitän der britischen Reederei P&O Cruises richtig teuer zu stehen.

Im März 2018 fuhr er mit der „Azura“ in den Hafen von Marseille ein. Bei einer Überprüfung des Schiffes stellten die Behörden fest, dass die Verbrennung des Treibstoffs im Tank des Schiffes illegal war und die Luft zu sehr verschmutzen würde. Das berichtet die französische Website „The Local“.

Die europäische Richtlinie für den Sprit des Kreuzfahrtschiffes gebe einen Schwefelanteil von maximal 1,5 Prozent vor. Im Tank der „Azura“ habe der Wert aber bei 1,68 Prozent gelegen. Der Kapitän habe das allerdings genau gewusst, als er den Treibstoff in Barcelona kaufte. Ein bewusstes Vergehen also.

Die hohe Konzentration würde bei der Verbrennung zur Versauerung der Meere beitragen und könne eine der Ursachen für sauren Regen sein. Der Grund für den illegalen Akt ist übrigens ganz simpel: Sprit mit einem höherem Schwefelanteil ist billiger als der zugelassene, legale Treibstoff. Diese Sparmaßnahme ging aber ziemlich nach hinten los.