9 Fakten zum Oktoberfest in München | reisereporter.de

Oktoberfest: 9 Fakten für Besserwisser

Warum heißt es eigentlich „Wiesn“? Und was ist das „Italienier-Wochenende“? Auf diese und weitere Fragen gibt unser Oktoberfest-Guide die passende Antwort, damit du in München nicht dumm dastehst.

Wer im Festzelt Spaß haben will, sollte ein paar Regeln kennen. (Symbolbild)
Wer im Festzelt Spaß haben will, sollte ein paar Regeln kennen. (Symbolbild)

Foto: imago images/Becker&Bredel

1. Warum findet das Oktoberfest im September statt?

Regen, Wind, Kälte: 1828 vermieste das Wetter den Münchenern das Oktoberfest so richtig. Deshalb stellte eine kleine Gruppe den Antrag, das Fest in den September vorzuverlegen. Zwar dauerte es einige Jahre, aber seit 1904 endet die Wiesn nach zwei Wochen mit dem ersten Sonntag im Oktober.

2. Warum sagen die Münchner „Wiesn“?

Die Abkürzung „Wiesn“ steht für die Theresienwiese, benannt nach Therese von Sachsen-Hildburghausen, die 1810 Bayerns Kronprinzen Ludwig heiratete. Als Festakt gab es ein Pferderennen auf dem heutigen Gelände des Oktoberfestes.  Der Münchener geht also auf „die Wiesn“ (bayrischer Singular) und nicht auf „die Wiese“.

3. Wie komme ich am besten auf das Oktoberfest?

Auf jeden Fall nicht mit dem eigenen Auto – Parkplätze gibt es so gut wie keine und nach einem Bier, kann man eh nicht mehr fahren.

Die U-Bahn Linien U4/U5 fahren bis zur Haltestelle Theresienwiese. Hier sollte aussteigen wer in folgende Zelte will: Marstall, Armbrust, Fischer Vroni, Hofbräu, Schottenhamel, Hackerbräu, Ochsenbraterei und Bräurosl.

Die U-Bahn-LInie U3/U6 fährt bis zur Haltestelle Goetheplatz. Hier steigt aus, wer ins Weinzelt, das Käfer, Löwenbräu, Schützenfestzelt oder Winzerer Fähndl will.

Von der S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke aus läufst du etwa zehn Minuten. Auch von der Haltestelle Poccistraße und Schwanthalerhöhe ist es nicht weit. Einen Überblick liefert der Netzplan.

4. Trifft man auf dem Oktoberfest noch echte Münchener?

Aber ja! Auch wenn die Touristen aus aller Welt hierhin strömen, laut einer Statistik des Münchner Tourismusamts kommen 72 Prozent der Besucher aus Bayern, 60 Prozent sogar aus München selbst. 

5. Was ist am Wiesn-Bier so besonders?

Es wird extra für die Oktoberfestzeit gebraut. Mit mindestens 13 Prozent Stammwürze und sechs Prozent Alkohol ist es sehr viel stärker als ein „normales Bier“, das ca 4,5 Prozent Alkohol hat.

Das Bier wird immer im Ein-Liter-Krug, der Maß, ausgeschenkt. Sie kostete zuletzt zwischen 10,40 Euro und 10,70 Euro. Tipp: Denk rechtzeitig daran, auf die Toilette zu gehen. Die Schlange davor, besonders bei den Damen, ist sehr sehr lang. Hier gibt es einen Überblick über die ausgeschenkten Biersorten.

6. Wie stoße ich richtig an?

Mit der flachen Hand unter den Griff des Henkels fahren, so dass die Hand um den Krug liegt. Nicht direkt am Henkel anfassen! Dann die Finger einziehen, damit beim Prosten keiner gequetscht wird. Dazu sagst du: „Prost!“, „Ein Prosit!“ oder „Oans, zwoa, gesuffa!“ Auch ein Nicken mit einem kleinen Lächeln gilt als Anstoßspruch, da ist der Bayer nicht so.

7. Wie viel Geld verdient eine Bedienung?

Die Bedienungen leben vom Trinkgeld. Hier verstehen sie auch wenig Spaß. Wer schlecht gibt, wartet auf seine Maß gerne mal etwas länger. Rechnet man sich aus, dass viele Bedienungen für die zwei Wochen Urlaub nehmen, muss der Verdienst also besser sein als ein durchschnittlicher Job.

Besonders viel Trinkgeld gibt es in den Boxen, in denen viele Firmen sitzen. Manch eine Bedienung soll bis zu 12.000 Euro in zwei Wochen verdienen. 

8. Darf ich auf den Tischen tanzen?

Nein, da verstehen die Ordner auch keinen Spaß. Getanzt werden darf auf den Bänken. Ein bisschen Gleichgewichtssinn gehört aber dazu.

9. Was ist das „Italiener-Wochenende“?

Die Münchner raunen sich dieses Wort mit einem Augenrollen zu. Regelmäßig am zweiten Oktoberfest-Wochenende zieht es tausende von jungen Italienern – überwiegend Männer – auf das Volksfest.

Sie sind meistens schon betrunken, ehe sie überhaupt im Bierzelt ankommen. Viele schaffen es nicht mal aus ihrem Campingwagen. Der Münchener geht deshalb an diesem zweiten, extrem wilden Wochenende nicht auf das Oktoberfest.

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