„Einen König angelst du dir im Dirndl“ – diese Weisheit gilt in Bayern, seitdem Silvia Sommerlath bei den Olympischen Spielen in München 1972 ein Dirndl trug und sich König Carl Gustaf von Schweden sofort in die Hostess verliebte. Wer sich auch einen König angeln möchte, findet bei Tchibo, Hallhuber, S. Oliver und Co. eine Auswahl an Dirndln.

Das Dirndl

Kurze Dirndl aus Polyester sind eher unpraktisch. Zum einen schwitzt man stark darin und bei einem Minikleid zeigt man beim Tanzen auf den Bänken manchmal mehr, als man will. Besser: Ein Dirndl aus Baumwolle, das lässt sich gut reinigen.

Klassische Dirndl sind zweifarbig. Zum Beispiel ist das Kleid rot und die Schürze blau. Sehr gefragt sind zurzeit Dirndl aus Seide, Samt oder sogar Leder. Wunderschön – nur schwer zum Reinigen.
Übrigens: Wider vieler Gerüchte gibt es keinen Trachtenzwang auf dem Oktoberfest. Jeans sind absolut okay.  

Die Schleife

Sie sagt alles aus: Ist die Frau noch zu haben, wird die Schleife links gebunden – ist sie vergeben, auf der rechten Seite. Die Schleife auf dem Rücken wird eigentlich nur von Wiesnbedienungen, Kindern und Witwen getragen.

Bei der Schürze gilt: Sie sollte nicht länger als der Rock des Dirndls sein, sondern eine Hand breit kürzer. Hier gibt es einen ausführlichen Schleifen-Guide für das Okotberfest. 

Die Schuhe

Lange Zeit wurden Pumps oder Ballerinas zum Dirndl getragen. Inzwischen sind auch Stiefeletten möglich. Immer noch ein No-Go: Sneaker.

Die Bluse

Auf dem Oktoberfest wird obenrum alles getragen: Schwarze Blusen, Carmen-Blusen, durchsichtige Blusen. Beosnders schön sind weiße Dirndl-Blusen mit einem Herzausschnitt. Hingegen aus der Mode gekommen sind Puff-Ärmel. Unter der Bluse sollte die Frau einen Push-Up-BH tragen, damit das Dekolleté richtig zur Geltung kommt. Was gar nicht geht, ist ein schwarzer BH!

Die Lederhose

Der echte Bayer bekommt sie vom Vater oder Opa vererbt. Eine Lederhose braucht Patina. Deshalb: Die Hendlhände daran abwischen oder mal ein bisschen Bier verschütten. Wer sich eine neue Hose kauft, sollte sich für eine aus Hirschleder entscheiden. Stofflederhosen sind ein absolutes No-Go.

Das Geschirr

So heißt der Latz, der mit den Hosenträgern die Lederhose oben hält. Viele tragen ihn noch, aber er wird häufig vom Gürtel abgelöst. Der Gürtel ist mit dem Charivari der einzige Schmuck bei der Tracht des Mannes. Er darf ruhig eine Nuance heller oder dunkler sein als die Lederhose. Aber bloß keinen schwarzen Anzug-Gürtel tragen!

Das Hemd

Ein schlichtes weißes Hemd ist der Klassiker, mit Monogram wirds zum Hingucker. Auch karierte Hemden sind schön, aber zu große Karos sollten vermieden werden. Junge Männer tragen auch gerne T-Shirt zur Lederhosen. Verpönt sind Hemden mit Landhausmuster. 

Die Schuhe für Männer

Haferlschuhe müssen nicht sein, sind aber stilsicher. Zu den Haferlschuhen tragen Männer Kniestrümpfe aus Wolle. Die halten die Waden warm. Auch schicke Sneaker sind weit verbreitet – Joggingschuhe und Flip-Flops gehen gar nicht, genauso wie weiße Trainingssocken!