Türkisblaues Meer, schneeweißer Sand – East Island war Heimat für vom Aussterben bedrohte Arten wie Mönchsrobben und Grüne Meeresschildkröten. Doch die hawaiische Insel ist verschwunden, weggefegt von Tropensturm „Walaka“. 

Aktuelle Deals

Satellitenbilder: East Island ist im Ozean versunken

Satellitenbilder zeigen: Der Ozean hat die mehr als 35.000 Quadratmeter große Insel im Nordosten fast völlig verschlungen. Klimaforscher Chip Fletcher von der University of Hawaii hatte die Insel im Sommer noch mit der Drohne gefilmt.

Seine Reaktion auf das Verschwinden der Insel war: „Ich hatte einen Heilige-Scheiße-Moment und dachte: ‚O mein Gott, sie ist weg!‘“ Das sagte er der Nachrichtenseite „Honolulu Civil Beat“.

Fletcher sagte, dass die Vielfalt des Ökosystems unter dem Untergang der Insel leide. Denn dort brachten hawaiische Mönchsrobben ihre Jungen zur Welt, und Grüne Meeresschildkröten legten dort ihre Nester an. Für sie sei es „zweifelsfrei die wichtigste Einzelinsel“ gewesen, so der Naturschutzbiologe Charles Littnan.

Den meisten Tieren gehe es glücklicherweise nach dem Sturm gut. Viele von ihnen hätten die Insel verlassen, bevor der Sturm dort wütete. 

East Island war die größte Insel der French Frigate Shoals – das ist das größte Atoll der Nordwestlichen Hawaii-Inseln.  Sie war Teil des Meeresschutzgebietes „Papahanaumokuakea Marine National Monument“.

Doch das half ihr gegen die Wucht des Tropensturms auch nichts. „Walaka“ wütete vom 29. September bis 9. Oktober – er war einer der bislang heftigsten tropischen Wirbelstürme im Pazifik.