Sturm „Leslie“: Vueling lässt Fluggäste nach Flugausfall sitzen

Sturm „Leslie“: Vueling lässt Fluggäste tagelang sitzen

Sturm „Leslie“ ist über Portugal gefegt und sorgte für Stromausfälle und Flugausfälle. Ersatzflug? Bei Vueling: Fehlanzeige. 80 Passagiere der Airline warten seit mehr als zwei Tagen auf ihre Heimreise.

80 Vueling-Passagiere sollten seit Samstagabend auf Mallorca sein. Doch sie warten immer noch auf ihren Flug.
80 Vueling-Passagiere sollten seit Samstagabend auf Mallorca sein. Doch sie warten immer noch auf ihren Flug. (Symbolfoto)

Foto: imago/Rüdiger Wölk

Eigentlich sollten die 80 Vueling-Passagiere bereits seit Samstagabend wieder auf Mallorca sein – doch sie sitzen nach wie vor fest. Die spanische Billig-Airline strich Flug VY3437 wegen des Sturms „Leslie“. So weit, so gut – da war Vueling nicht die einzige Fluggesellschaft. 

Doch die Passagiere kamen auch nicht weiter, nachdem der Sturm längst weitergezogen war. Denn Vueling kümmerte sich offenbar nur halbherzig um einen Ersatz, wie die Zeitung „Diario de Mallorca“ berichtet. Sie strandeten zunächst am Airport in Lissabon. Für die Nacht buchte die Airline die Passagiere in einem Hotel ein. Das war jedoch 40 Kilometer vom Flughafen entfernt, und für den Transport dorthin mussten die 80 Menschen selbst sorgen.

„Leslie“ sorgt für Flugausfälle, Vueling kümmert sich nicht

Am Sonntag kam es noch schlimmer, dieses Mal mussten die Passagiere im Airport schlafen. Eigentlich hatte es an diesem Tag statt nach Palma zunächst nach Barcelona gehen sollen, doch auch dieser Flug wurde gecancelt.

Für ein Hotel sorgte die Airline nicht mehr. Beschweren? Fehlanzeige. Am Airport Lissabon hat Vueling keinen Schalter. Zudem berichtet „Diario de Mallorca“, dass Vueling weder weitere Infos durchgegeben habe noch über die Telefonhotline erreichbar gewesen sei.

Einige Passagiere haben sich inzwischen auf eigene Faust einen Flug nach Madrid gebucht, sie haben keine Lust mehr auf das Hin und Her mit Vueling. Die restlichen Fluggäste wurden gestern, am Montag, in zwei Gruppen aufgeteilt. 25 von ihnen flogen nach Barcelona, von dort aus soll es heute Abend weiter nach Palma gehen. Andere wurden mit einem Bus nach Porto gefahren und sollen von dort aus morgen nach Palma fliegen.

Die Airline entschuldigte sich auf Twitter für die Unannehmlichkeiten – die Situation sei „kompliziert“ und der Flugbetrieb durch den Sturm eingeschränkt, sagte sie zur Begründung des Chaos.

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