Mehr als 40 Typhus-Infektionen meldete das indische Gesundheitsministerium aus der Stadt Woraiyur im Süden von Indien. Die Anzahl der Typhus-Fälle steige in der Region schnell an, teilt das Centrum für Reisemedizin (CRM) gestern mit. Aufgrund der Jahrhundertflut, die Kerala im August überschwemmte, wird mit weiteren Ausbrüchen gerechnet. 

Aktuelle Deals

In Deutschland stehen zur Behandlung nur wenige Antibiotika zur Verfügung

Die Bevölkerung ist dazu aufgerufen nur abgekochtes Wasser zu trinken. Das CRM rät Reisenden zu einer Typhus-Impfung, wenn sie die Region besuchen wollen. „Uns stehen für die Behandlung erkrankter Reiserückkehrer nur wenige Antibiotika zu Verfügung, deren Anzahl sich durch die sich entwickelnden Resistenzen weiter verringern wird", sagt Professor Jelinek vom CRM.

Deshalb sei die Prävention besonders wichtig. Typhus ist eine bakterielle Infektion, die durch Salmonellen hervorgerufen wird. In Indien wird sie hauptsächlich durch verunreinigtes Wasser verursacht. Symptome sind hohes Fieber, Kopfschmerzen und Verstopfung. In späteren Stadien können Hautveränderungen und die Vergrößerung von Milz und Leber auftreten. 

Die Impfung gegen Typhus schützt nicht zu 100 Prozent

Komplikationen wie Darmdurchbruch und Bauchfellentzündungen können tödlich sein. Die Impfung kann aber nicht jede Infektion verhindern. Das CRM rät Reisenden deshalb auch, Trinkwasser immer abgefüllt zu kaufen. Dabei solltest du darauf achten, dass die Flaschen original verschlossen sind. Auf Eiswürfel in Getränken solltest du genauso verzichten, wie auf rohes oder nicht ausreichend erhitztes Essen.