Die Tierwelt der Galapagosinseln ist einzigartig und einer der Gründe, warum jährlich zahlreiche Urlauber auf die Inselgruppe rund 1.000 Kilometer westlich des ecuadorianischen Festlandes reisen. 

Auch die berühmten Riesenschildkröten findest du sonst nur an einem einzigen anderen Ort auf der Welt. Weil die Population in den vergangenen Jahren auf den Galapagosinseln aber drastisch geschrumpft ist, werden die Reptilien in Reservaten nachgezüchtet.

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123 Riesenschildkröten auf den Galapagosinseln entführt

Und in einem solchen ist es auf der Isla Isabela am vergangenen Dienstag sozusagen zu einer Massenentführung gekommen. 123 junge Riesenschildkröten wurden auf einen Schlag geklaut. Wie der britische „Independent“ berichtet, bestätigte das Umweltministerium von Ecuador den Diebstahl. 

An dem betroffenen Reservat habe es keinerlei Sicherheitsvorkehrungen wie Kameras oder Lichtsensoren gegeben. „Wenn jemand nachts dort einbrechen und Riesenschildkröten stehlen will, kann er das einfach tun“, beschreibt ein Politiker die Einrichtung. 

Riesenschildkrötendiebe könnten für zehn Jahre ins Gefängnis wandern

Der Diebstahl mag ohne größere Hindernisse durchführbar gewesen sein, aber folgenlos bleibt er nicht: Wenn die Diebe geschnappt werden, könnte sie eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren erwarten. 

Im ausgewachsenen Zustand hätten die Diebe wohl nicht so viele Riesenschildkröten mitnehmen können. Die können nämlich mehr als 400 Kilogramm schwer werden – und weit über 100 Jahre alt. Aufgrund ihrer Seltenheit werden Riesenschildkröten häufig für illegalen Schwarzhandel gestohlen.