5,9 Milliarden australische Dollar nehmen Tourismusunternehmen jedes Jahr dank des Great Barrier Reefs ein. 64.000 Anwohner arbeiten bei ihnen. Doch Touristiker sehen ihre Goldgrube in Gefahr. Denn Wissenschaftler berichten immer wieder davon, wie geschädigt die Korallen durch den Klimawandel schon sind.

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Die negativen Berichte haben zu einem Besucherrückgang geführt

30 Prozent des Riffs seien zerstört, hieß es im April. Die Experten entwickeln Sonnencremes für die Korallen oder transplantieren sie, um das Riff zu retten. Für große Überraschung sorgten da Berichte – zum Beispiel einer des australischen Reef and Rainforest Research Centers (RRRC) –, die bekannt gaben: „Das Riff ist gar nicht so geschädigt, wie angenommen wird, und die Korallen erholen sich.   

Mit Absicht, wie sich nun herausstellt. Die Berichte sind Teil von Bemühungen zu zeigen, dass nicht das gesamte Great Barrier Reef eine ausgebleichte Ödnis ist. Das verriet Col McKenzzie von der australischen Tourismus-Lobbygruppe AMPTO.

Experten warnen weiterhin vor der Gefährdung des Great Barrier Reefs

Er sagt: „Insgesamt sehen wir einen Rückgang an Besuchern wegen der negativen Berichterstattung über das Great Barrier Reef“, berichtet die thailändische Zeitung „The Phuket News“. Deshalb sei es wichtig, zu kommunizieren, dass einige Gebiete des riesigen Ökosystems immer noch voller Farbe und Leben seien.

Auch wenn sich die Korallen teilweise erholen, warnen Experten aber weiterhin: „Steigende Temperaturen weltweit aufgrund des Klimawandels bedeuten, dass der Druck auf das Great Barrier Reef in Zukunft erhalten bleibt“, sagt zum Beispiel der Geschäftsführer des RRRC.