Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg habe den Insolvenzantrag in Eigenverwaltung zugelassen, teilten die Small Planet Airlines am gestrigen Dienstag in einer Mitteilung mit. Grund für den Insolvenzantrag der Airline sei die „angespannte finanzielle Situation durch die Ereignisse des laufenden Sommers“.

20.000 Small-Planet-Fluggäste warten auf Entschädigungen der Airline

Small Planet sorgte vor allem Ende August und Anfang September mit mehreren Megaverspätungen für Frust bei seinen Passagieren. Das Fluggastrechteportal „EU Flight“ teilt in einer Pressemitteilung mit, dass 20.000 Fluggäste der Airline seit Monaten auf die Auszahlung von Entschädigungen warten, die ihnen aufgrund verspäteter oder annullierter Flüge zustehen.

Für Fluggäste, die ihre Ansprüche auf Entschädigung in Eigenregie oder über eine Inkassofirma geltend gemacht haben, sieht es nun schlecht aus. „Sie müssen ihre Forderungen nun bei dem Sachwalter anmelden und erhalten höchstens einen Bruchteil ihrer Entschädigung“, so der auf Fluggastrechte spezialisierte Anwalt Moritz Diekmann von Diekmann Rechtsanwälte in Hamburg zu „EU Flight“.

Was passiert mit bereits gebuchten Small-Planet-Tickets?

Small-Planet-Fluggäste mit gebuchten Flugtickets könnten mehr Glück haben. Die Airline kündigte in ihrer Mitteilung an, dass alle Flüge von und nach Deutschland und Österreich durchgeführt werden sollen. Das Gleiche gelte für die Schweiz und die Niederlande. Alle Flugpläne blieben gültig, so die Airline.