Botschafter-Tipps: In Katar zählt Gastfreundschaft | reisereporter.de

Botschafter-Tipps für Katar: Gastfreundschaft garantiert

Für Scheich Saoud bin Abdulrahman al-Thani verspricht Katar Kreativität und Innovationen. Im reisereporter-Interview verrät der Botschafter, was bei einem Besuch seiner Heimat auf keinen Fall fehlen darf.

Scheich Saoud bin Abdulrahman al-Thani ist seit 2017 der katarische Botschafter in Deutschland.
Scheich Saoud bin Abdulrahman al-Thani ist seit 2017 der katarische Botschafter in Deutschland.

Foto: Katarische Botschaft, imago/ITAR-TASS (Fotomontage)

Scheich Saoud bin Abdulrahman al-Thani hat Elektrotechnik und Sportmanagement studiert. Von 2002 bis 2015 war der Scheich als Generalsekretär des Olympischen Komitees von Katar tätig. A

ußerdem hat der 48-Jährige Station als Präsident von Katars Basketballverband und Vizepräsident des internationalen Fechtverbandes gemacht. Seit 2017 vertritt er sein Heimatland Katar als Botschafter in Deutschland.

Was ist das Besondere an Katar?

Saoud bin Abdulrahman al-Thani: Ein Grund, Katar zu besuchen, ist die berühmte arabische Gastfreundschaft. Katar ist einer der sichersten Orte der Welt, und Touristen werden sich nie fremd fühlen wegen der freundlichen und einladenden Natur der Menschen. Katar fördert eine Kultur der Innovation und Kreativität in unserer Region.

In Doha gibt es viele Museen zu besuchen wie das Museum für Islamische Kunst und das Arabische Museum für zeitgenössische Kunst, um nur einige zu nennen. Im Dezember 2018 wird das Qatar National Museum eingeweiht.

Darüber hinaus bietet Katar Naturwunder wie das Inlandmeer Khor al-Adaid, eine ausgewogene traditionelle und zeitgenössische Kunstszene, eine sehr gute touristische Infrastruktur, Orte mit langen Stränden und eine Vielzahl an sportlichen Aktivitäten sowie bekannte internationale Sportveranstaltungen das ganze Jahr über.

Welche Orte sollte man unbedingt besuchen?

Saoud bin Abdulrahman al-Thani: Sie können Katar nicht besuchen, ohne die Hauptstadt Doha zu sehen, die so viel zu bieten hat. Aber ich kann Ihnen auch empfehlen, mehr von Katar zu erkunden. Zum Beispiel bei einer Safari in die Wüste oder nach Khor al-Adaid. Hier dringt das Meer tief in die Wüste ein, und so ist es ein von der Unesco anerkanntes Naturreservat.

Welche Stadt empfehlen Sie für einen Kurztrip?

Saoud bin Abdulrahman al-Thani: In Doha lohnt sich ein Besuch der Uferpromenade Doha Corniche entlang der Doha Bay mit ihren Cafés, Restaurants und Outdoor-Sporteinrichtungen. In den vergangenen Jahren wurden Dutzende von Wolkenkratzern im Norden gebaut, und die Skyline ist spektakulär. Viele der Sehenswürdigkeiten von Doha befinden sich entlang der Corniche, die in der Nähe des Museums für Islamische Kunst beginnt und in der Nähe des unverwechselbaren, pyramidenförmigen Sheraton Hotels endet.

Der Suk Waqif gilt als einer der besten Orte für Touristen in Doha. Tausende von Menschen aus der Region besuchen den Markt regelmäßig, um Waren zu kaufen. Er ist für sein Angebot an traditionellen Kleidungsstücken, Gewürzen, Kunsthandwerk und Souvenirs bekannt. Der Markt ist auch die Heimat von Dutzenden Restaurants und Shisha-Lounges. Er beherbergt außerdem mehrere Kunstgalerien. Regelmäßig finden Veranstaltungen und Konzerte statt. Das Resort Banana Island ist ein idealer Ort zum Entspannen, für ruhige Wüstencampingabende und lange Spaziergänge entlang der weißen Sandstrände, die sich über die gesamte Küste von Katar erstrecken.

Welche landestypische Spezialität sollten Reisende bei ihrem Aufenthalt unbedingt probieren?

Saoud bin Abdulrahman al-Thani: Eine Empfehlung sind die süßen Desserts. Zum Beispiel Milchreis mit Mandeln und Rosinen, Pudding mit Pistazien und Rosenwasser oder Baklava, das ist ein mit Honig übergossenes Gebäck. Außerdem ein berühmtes Meeresfrüchtegericht im l’Wzaar-Seafood-Market-Restaurant in Doha, in dem Sie verschiedene Arten von lokalen Fischgerichten wie Biryani-Meeresfrüchte probieren können.

Was muss man bei einem Besuch beachten?

Saoud bin Abdulrahman al-Thani: Während des Fastenmonats Ramadan ändert sich der Alltag. Während des Tages schließen beispielsweise Restaurants außerhalb der Hotels, und die Behörden haben verkürzte Arbeitszeiten. Das Ende des Ramadan ist einer der wichtigsten muslimischen Feiertage: das Fest des Fastens, Id al-Fitr.

Bei der dreitägigen Feier dreht sich alles um die Familie. Und weil es viele Süßigkeiten gibt, werden diese Tage auch Zuckerfest genannt. Allgemein gesprochen sollten die Verhaltensregeln für Reisende in islamischen Ländern auch in Katar berücksichtigt werden.

Welches Buch sollte man vor einer Reise unbedingt lesen?

Saoud bin Abdulrahman al-Thani: „Die neue Architektur von Katar“ von Philip Jodidio mit einem Vorwort von Ihrer Exzellenz Sheikha al-Mayassa bint Hamad bin Khalifa al-Thani. Die zeitgenössische Architektur von Katar umfasst einige der weltweit innovativsten Aufträge, die in den vergangenen 20 Jahren gebaut wurden.

Das Buch ist eine umfassende Publikation über die atemberaubende neue Architektur mit mehr als 50 Projekten, die von einigen der berühmtesten Architekten der Welt entworfen wurden.

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