Tipps der Botschafter: Warum du nach Linz musst | reisereporter.de

Tipps der Botschafter: Warum du nach Linz reisen musst

„Servus“ – „Hallo“, sagt Peter Huber, der Botschafter von Österreich. Im Interview erzählt der 50-Jährige von landestypischen Speisen und sagt dir, was du unbedingt gesehen haben musst. 

imago/ZUMA Press
Peter Huber ist seit 2017 Botschafter von Österreich in seiner neuen Heimat Deutschland (Fotomontage)

Foto: schlossbelvedere,imago/fotomontage

Der Österreicher Peter Huber studierte zunächst Rechtswissenschaften in Innsbruck und Georgtown – im Anschluss arbeitete er – in Wien, New York, Paris und Madrid – im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten. Seit 2017 vertritt er Österreich in seiner neuen Heimat Deutschland.

Was ist das Besondere an Österreich? 

Peter Huber: Kaum ein anderes Land, bietet auf so einer verhältnismäßig kleinen Fläche eine so große Vielfalt an landschaftlichen und kulturellen Erlebnissen wie Österreich. Und kaum sonst wo verbinden sich diese beiden Dinge so perfekt – wenn ich da zum Beispiel an die Bregenzer Festspiele am Bodensee, an die Oper im Steinbruch St. Margarethen oder das Festival in Grafenegg denke.

Welche Orte sollte man unbedingt besuchen?
Huber: Natürlich steht da Wien als Hauptstadt an erster Stelle – wegen ihrer Geschichte, ihrer Kultur, weil Wien Tradition und Moderne so wunderbar verbindet und weil diese unglaublich vielfältige Stadt, gerade zum neunten Mal zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt wurde.

Dann schlägt mein Herz natürlich ganz besonders für Tirol. Die Natur ist atemberaubend und sowohl im Winter als auch im Sommer bietet Tirol ein riesiges Freizeitangebot für Jung und Alt, Familien, Paare und jeder, der sich gern vom stressigen Arbeitsalltag erholen möchte.

Was ich allen Österreich-Fans auch noch wärmstens empfehlen kann, ist der Besuch einer unserer beliebten Weinregionen! In der Wachau kann man sich durch eine vielfältige Auswahl des besten österreichischen Grünen Veltliner probieren, im Burgenland sollte man sich dem Blaufränkischen widmen und in der Steiermark wartet der Geheimtipp Morillon auf echte Genießer.

Welche Stadt empfiehlt sich für einen Kurztrip? 
Huber: Da fällt mir ganz spontan – und vielleicht auch ein bisschen weniger populär – Linz ein. Diese Stadt hat sich zu einem Geheimtipp gemausert, weil enorm viel Kultur geboten wird und dabei aber immer Wert darauf gelegt wird, allen etwas zu bieten. Im Herbst findet zum Beispiel das Ars-Electronica-Festival statt und auch das Brucknerfest ist wirklich hörenswert.

Welche landestypische Spezialität sollten Reisende bei ihrem Aufenthalt unbedingt probieren? 
Huber: Ich denke, die österreichische Küche bietet weit mehr als Sachertorte und Wiener Schnitzel – wobei das natürlich auch nicht zu verachten ist! In Kärnten gibt es aber zum Beispiel mit dem Gail- und dem Lesachtal die weltweit ersten Slow-Food-Travel-Destinationen.

Ich empfehle also eher etwas Außergewöhnliches: eine Reise in die kleineren Regionen und Täler Österreichs. Zu den Menschen, die Geschmäcker ganz authentisch erleben.

Selbst Brot backen, Käse herstellen, sich bei Imkern über die Honigproduktion informieren, Bier brauen und sich vor Ort zeigen lassen, wie echter Gailtaler Speck hergestellt wird. Ich glaube, da kann man wirklich kulinarische Erlebnisse haben, die einem nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Was muss man bei einem Besuch beachten? 
Huber: Ich würde ganz spontan sagen: Für Österreich muss man sich in jeder Hinsicht Zeit nehmen. Denn obwohl Österreich ja flächenmäßig ein recht kleines Land ist, ist es unglaublich vielfältig. Berge und Seen, Sommer und Winter, Kunst und Kultur, Sport und Natur, Forschung und Innovation. Um das Land richtig und von allen Seiten kennenzulernen, sollte man deshalb auf jeden Fall genug Urlaubszeit mitbringen.

Welches Buch sollte man vor einer Reise in Ihre Heimat lesen? 
Huber: Da fallen mir sehr viele ein. Ganz persönlich würde ich „Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger empfehlen oder Heimito von Doderers „Strudlhofstiege“. Bei einem Wien-Besuch finde ich besonders das Buch „Der Trafikant“ von Robert Seethaler lesenswert und als passionierter Radfahrer darf beim Heimaturlaub natürlich ein Buch über die schönsten Rennrad- und Mountainbiketouren nicht fehlen!

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