In mehr als 40 Ländern ist die „Blaue Flagge“ das internationale Symbol für nachhaltige Badestellen und Sportboothäfen. Das Siegel ist jeweils ein Jahr gültig und wird von der Gesellschaft für Umwelterziehung vergeben. Um die begehrte Auszeichnung zu bekommen, müssen die Betreiber einiges vorweisen können. Der reisereporter sagt dir, wer das Ranking anführt und was du von den ausgezeichneten Stränden erwarten kannst.

Hisst die Flagge: Diese Länder liegen vorn im Ranking

Spanien ist absoluter Spitzenreiter mit 590 ausgezeichneten Stränden. Platz zwei im Ranking belegt Griechenland mit 476 blauen Flaggen, gefolgt von der Türkei mit 459 der saubersten Strände der Welt. Ebenfalls in den Top 5 vertreten sind Frankreich mit 399 und Italien mit 368 ausgezeichneten Stränden. Deutschland belegt mit 42 blauen Flaggen gerade mal den 17. Platz, knapp hinter Wales und Südafrika.

Das vollständige Ranking findest du hier.

Wasserqualität spielt eine entscheidende Rolle

Soll ein Strand mit der begehrten „Blauen Flagge“ ausgezeichnet werden, muss in erster Linie die Wasserqualität stimmen. Da es sich um eine internationale Auszeichnung handelt, gelten die internationalen Standards – und die fordern eine exzellente Badewasserqualität. Dazu gibt es Richtlinien, wie und wann die Wasserproben entnommen und gemessen werden müssen.

Sicherheit für die Badegäste

Auch die Sicherheit der Badegäste spielt eine entscheidende Rolle: Rettungsschwimmer müssen eine anerkannte Ausbildung vorweisen können und mit einer vernünftigen Ausrüstung ausgestattet sein. Außerdem darf das Rettungspersonal keine zusätzlichen Aufgaben – wie Wassersport oder Vermietungen – übernehmen.

Schwarzes Brett und Umweltunterricht

Ein weiteres Kriterium dient vor allem dem Umweltschutz: Jeder ausgezeichnete Strand muss mindestens fünf kostenlose Umweltaktivitäten pro Saison anbieten. Das können zum Beispiel Vorträge, Müllsammelaktionen oder Aufbauprojekte sein – Hauptsache, es hilft der Umwelt.

Zusätzlich muss an jedem „Blue Flag Beach“ eine Informationstafel stehen. Hier müssen Besucher Informationen zu Wasserqualität, Sicherheit und örtlichen Besonderheiten (zum Beispiel Tierschutz oder Umweltschutz) finden können.