Es ist gefährlich, und trotzdem wagen vor allem betrunkene Partytouristen immer wieder diese Mutprobe: Beim „Balconing“ versuchen sie, vom Balkon ihres Hotelzimmers in den Pool zu springen. Bereits sechs junge Urlauber sind dabei in dieser Saison auf Mallorca gestorben, weitere wurden schwer verletzt. Die meisten Fälle davon gibt es in Magaluf, auch britischer Ballermann genannt.

Magaluf: Hoteliers wollen Partytouristen im Erdgeschoss unterbringen

Dort ziehen die Hotelbesitzer nun harte Konsequenzen: Sie wollen britische Partyurlauber nicht mehr in den oberen Stockwerken einquartieren, sondern im Erdgeschoss.

So wollen die Hoteliers weitere Balkonabstürze verhindern. Es sei zwar nicht immer möglich, sämtliche Trinktouristen in den unteren Etagen unterzubringen, so ein Sprecher der Hoteliersvereinigung Palmanova-Magaluf gegenüber der britischen „Times“. Aber man wolle bei der Zimmerverteilung verstärkt darauf achten. 

„Balconing“: Happy Hour und Flatrate-Angebote sollen abgeschafft werden

Weil das „Balconing“ in diesem Jahr ausgeprägter denn je ist, haben sich Vertreter von Polizei, Regierung und Hotels Anfang Juli bei einem Krisentreffen zusammengesetzt. Sie wollen die Kampagnen gegen Alkoholmissbrauch verschärfen. Außerdem sollen Bar- und Clubbesitzer keine Flatrate-, Happy-Hour- oder Zwei-für-eins-Angebote mehr anbieten.

Zudem müssen die leichtsinnigen Urlauber mit einer Strafe in Höhe von bis zu 1.500 Euro rechnen.