Der Grund: eine starke Weltwirtschaft und steigende Ölpreise. Beides sorgt dafür, dass die Hotelpreise laut Prognosen im kommenden Jahr weltweit im Schnitt um 3,7 Prozent steigen, die Flugpreise um 2,6 Prozent.

In Westeuropa ist der Anstieg sogar noch stärker: Hier wirst du für die Übernachtung im Hotel 5,6 Prozent mehr bezahlen müssen, und auch beim Flug werden um fast 5 Prozent höhere Kosten auf dich zukommen.

Das sagt zumindest der jährlich erscheinenden Global Travel Forecast, der seit fünf Jahren von der Global Business Travel Association (GBTA) und Carlson Wagonlit Travel erstellt wird.

Darum werden Hotelzimmer und Flugtickets gleichzeitig teurer

Die Prognosen für die Hotelpreise stehen nach Angaben der Wirtschaftsexperten in Zusammenhang mit dem Zuwachs im Flugsektor, denn der sorge für die größere Nachfrage an Hotelzimmern.

Gleichzeitig wird prognostiziert, dass sich die Hotellandschaft verändert. Auslöser sei der Konkurrenzkampf um jüngere Reisende, die vermehrt auf Boutiquehotels setzen. Die Untersuchung geht daher davon aus, dass sich hochpreisige Hotels künftig mit Hotels mittlerer Preislage zusammenschließen werden.

Flugsektor befindet sich im Umbruch

Der steigende Ölpreis trägt ebenso zum Anstieg der Flugkosten bei wie eine sich verändernde Marktsituation. Die Einführung von Ultralangstreckenflügen, die Tendenz der Airlines hin zu neuen Vertriebsmodellen und ein wachsender Wettbewerb durch Billig-Airlines auch auf Interkontinentalflügen wird dabei prägend sein.

In Japan, Brasilien und Argentinien sinken die Preise

Gute Nachrichten für alle Japan-Reisenden. Dort ist ein Fallen der Flugpreise um fast 4 Prozent zu erwarten. Das hängt damit zusammen, dass das Land wegen der Olympischen Spiele 2020 seine Kapazitäten bereits ausgeweitet hat.

Und auch in Brasilien und Argentinien wird es im Urlaub zumindest in einem Bereich günstiger. Dort fallen die Preise für Beförderungsmittel wie Bus, Bahn, Mietwagen und Taxi. In Argentinien erwarten die Experten eine Vergünstigung um fast 10 Prozent, in Brasilien immerhin rund 5 Prozent.