Diese Sehenswürdigkeiten in Wismar musst du sehen | reisereporter.de

Das solltest du in Wismar nicht verpassen

In der Hansestadt gibt es eine Menge Sehenswürdigkeiten. reisereporterin Nicole Hollatz kennt sich in der Stadt aus und hat die besten für dich rausgesucht.

Nicole Hollatz
So sieht die Hansestadt von oben aus.
So sieht die Hansestadt von oben aus.

Foto: Ulrich Jahr

1. Der Marktplatz

Mit der Größe von einem Hektar gehört der Wismarer Marktplatz zu den größten Norddeutschlands. Mit Sicherheit ist er mit den sanierten Giebelhäusern der schönste.

Das klassizistische Rathaus wurde 1817 nach Plänen vom Schweriner Hofbaumeister Georg Barca (1781–1826) erbaut, es ist das dritte Rathaus an dieser Stelle. Beliebtes Fotomotiv und Wahrzeichen Wismars ist die „Wasserkunst“.

Der historische Marktplatz in Wismar bei Nacht.
Der historische Marktplatz in Wismar bei Nacht. Foto: Gunnar Höher

2. Welt-Erbe-Haus

Das Welt-Erbe-Haus und die Touristinformation daneben – beides wenige Schritte vom Markt entfernt in der Lübschen Straße – sollten deine erste Station beim Wismar-Ausflug sein. Im Welt-Erbe-Haus erwartet dich eine starke Ausstellung rund um das Welterbe.

Dazu ist das Haus selbst Ausstellungsstück, ein Highlight dort ist das „Tapetenzimmer“ – auf 64 Quadratmeter Wandfläche sind wertvolle französische Papierdrucke aus dem Jahr 1823 zu sehen.

Welt-Erbe-Haus | Adresse: Lübsche Straße 23, 23966 Wismar | Eintritt frei, Spenden erbeten | Öffungszeiten: Täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr (April bis September), 10 Uhr bis 16 Uhr (Oktober bis März)

Blick ins Welterbehaus in Wismar.
Blick ins Welt-Erbe-Haus in Wismar. Foto: Nicole Hollatz

3. Heilig-Geist-Kirche

Wenige Schritte vom Welt-Erbe-Haus entfernt ist die Heilig-Geist-Kirche. Das Gebäudeensemble war einst ein Spital für Kranke, Arme und Alte. Die Toreinfahrt zum Kirchhof ist seit Jahren aus der Fernsehserie „Soko Wismar“ bekannt.

Heilig-Geist-Kirche | Lübsche Straße 31, 23966 Wismar | Eintritt frei, Spenden erbeten | Öffnungszeiten: Täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr (Mai bis September), 10 Uhr bis 16 Uhr (Oktober bis April), mitunter wegen Gottesdiensten, kirchlichen Veranstaltungen und Konzerten geschlossen

In der historischen Altstadt findest du die Heilig-Geist-Kirche.
In der historischen Altstadt findest du die Heilig-Geist-Kirche. Foto: OZ-Archiv

4. Hafen

Durch die „Neustadt“ kannst du weiter Richtung Hafen gehen, vorbei am Brauhaus, hier wird noch Bier selbst gebraut. Am Hafen locken Fischbrötchen, Restaurants und Cafés ebenso wie die Traditionssegler. Mit Glück ist die „Wismarer Kogge“ da und kann besichtigt werden.

Tipp: Setz dich ein paar Minuten ans Wasser und genieß das Leben um dich herum!

Ein Highlight der Stadt: der kleine Hafen unweit der Innestadt.
Ein Highlight in Wismar ist der kleine Hafen unweit der Innenstadt. Foto: Helmut Kuzina

5. St. Nikolai

Vom Hafen aus hast du einen tollen Blick auf die Stadtsilhouette und die dominierenden Backsteinkirchen. Sie stehen offen und können gegen eine kleine Spende besichtigt werden.

St. Nikolai ist im wahrsten Sinne steinreich: In jedem Pfeiler stecken Steine für zwei Einfamilienhäuser! Der Turm der Kirche war einst mit seinem Spitzhelm und 120 Metern doppelt so hoch wie heute, bis ein Orkan ihn 1703 niederriss.

Über die Schweinsbrücke – nicht vergessen, die Schweinchen zu streicheln für die tägliche Portion Glück – geht es über die „Frische Grube“ wieder Richtung Stadtzentrum.

St. Nikolai | St.-Nikolai-Kirchhof 15, 23966 Wismar​ | Eintritt frei, Spenden erbeten | Öffnungszeiten: Täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr (Mai bis September), 10 Uhr bis 18 Uhr (April und Oktober), 11 Uhr bis 16 Uhr (November bis März), Sonntags erst nach dem Gottesdienst

Beeindruckender Blick nach oben: Die Nikolaikirche ist einen Besuch wert.
Beeindruckender Blick nach oben: Die Nikolaikirche ist einen Besuch wert. Foto: Nicole Hollatz

6. Museum „Schabbell“

Direkt an der Schweinsbrücke fällt ein stark verzierter Giebel auf. Das Gebäudeensemble beheimatet das stadtgeschichtliche Museum „Schabbell“.

Der Bauherr und Namensgeber des Hauses, Hinrich Schabbell, war Ratsherr und Braumeister. Nun werden auf über 1.200 Quadratmetern mehr als 2.000 Ausstellungsstücke zur Stadt- und Hausgeschichte eindrucksvoll und modern präsentiert.

Museum „Schabell“ | Adresse: Schweinsbrücke 6–8, 23699 Wismar | Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5, Kinder bis 14 Jahren in Begleitung der Eltern frei | Öffnungszeiten: 10 Uhr bis 18 Uhr (täglich geöffnet, Juli und August), 10 Uhr bis 16 Uhr (November bis März, Montags geschlossen), 10 Uhr bis 18 Uhr (April bis Juni und September bis Oktober, Montag geschlossen)

„Schabbell“-Haus und Nikolaikirche in der Hansestadt.
„Schabbell“-Haus und Nikolaikirche in der Hansestadt. Foto: Nicole Hollatz

7. St.-Marien-Kirchturm

Zurück Richtung Markt siehst du den St.-Marien-Kirchturm, über 80 Meter hoch und ein weit sichtbares Wahrzeichen Wismars. 1945 bekam das Kirchenschiff schwere Bombentreffer ab, die Ruine wurde 1960 gesprengt.

Wie die Kirche einst entstanden ist, zeigt der kleine 3-D-Film in St. Marien mit Bruno Backstein, einer Kultfigur! In St. Marien lohnt der Aufstieg in den Glockenstuhl der Kirche.

Marienkirche | Adresse: St.-Marien-Kirchhof, 23966 Wismar | Eintritt frei, Spenden erbeten | Öffnungszeiten: Täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr (April bis September), sonst 10 Uhr bis 16 Uhr, Turmführungen um 11 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr (3 Euro)

Der Turm von St. Marien im Detail.
So sieht der Turm von St. Marien durch ein Fernglas aus. Foto: Helmut Kuzina

8. St. Georgen

Direkt in Sichtweite ist St. Georgen, da kannst du Wismar von oben sehen – bequem geht es mit dem Fahrstuhl auf die Aussichtsplattform. Ansonsten beeindruckt die im Krieg stark beschädigte und nach der Wende wiederaufgebaute Kirche mit ihrer Größe und Weite.

Makaber, aber wahr: Das große Glück des Wiederaufbaus nach Jahrzehnten als Ruine verdankt St. Georgen einem Sturm im Januar 1990 – danach war klar: abreißen oder sichern und sanieren!

Georgenkirche | Adresse: St.-Georgen-Kirchhof 1a, 23966 Wismar | Eintritt frei, Spenden erbeten | Öffnungszeiten: Täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr (April bis September), sonst 10 Uhr bis 16 Uhr | Aussichtsplattform kostet 3 Euro

St. Georgen ist die Kirche des Drachentöters St. Georg.
St. Georgen ist die Kirche des Drachentöters St. Georg. Foto: Nicole Hollattz

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Travemünde erleben
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite