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10 Dinge, die du in Laboe gemacht haben musst

In Laboe kannst du natürlich surfen, baden und die Sonne genießen. Aber du kannst auch noch viel mehr erleben. Der reisereporter sagt dir, was du in dem Ostseebad nicht verpassen solltest.

Nadine Schättler
Das Ehrenmal in Laboe – ein umstrittenes Bauwerk an der Küste.
Das Ehrenmal in Laboe – ein umstrittenes Bauwerk an der Küste.

Foto: Ulf Dahl

1. Kräuterlikör trinken

Fisch muss schwimmen. Daher gibt es seit den 60er-Jahren in Laboe einen eigenen Kräuterlikör: den „Emmes Katun“. Sein Erfinder Klaus Krüger war leidenschaftlicher Jäger. Daher prangt auf dem Etikett ein lustiger Mann mit Jagdgewehr, Hund und Schnapsglas.

Noch vor Kurzem war der Laboer Likör ein echter Geheimtipp für Kenner, den es nur in dem ehemaligen Gasthaus Bandholz in der Laboer Hafenstraße an der Haustür zu kaufen gab. Als Absacker wurde er auch bei Friseur Reimann in der Reventloustraße serviert. Jetzt bekommst du ihn aber in fast allen Kneipen und Läden.

2. Mutprobe mit Krebsen

Unterwasserwelten gibt es in Laboe sogar zum Anfassen. Du wolltest schon immer mal einen Krebs auf die Hand nehmen? Dann solltest du im Naturerlebnisraum „Dünenlandschaft Laboe“ die meeresbiologische Station besuchen. Wo früher Campinggäste die Toilette nutzten, ist heute aus dem umgebauten Sanitärgebäude ein Informationszentrum über die Ostsee mit etwa 30 Aquarien mit Hummern, Fischen und Seesternen entstanden.

Ein besonderes Erlebnis ist eine einstündige Ausfahrt mit der „Sagitta“, bei der Tiere vom Grund der Kieler Förde gefangen und von den Biologen erläutert werden. Selbstverständlich landen die Tiere anschließend wieder im Wasser.

3. Lagunen-Landschaft erleben

Wer das Wasser scheut, kann eine naturkundliche Führung durch die etwa zehn Hektar große Dünenlandschaft zwischen Promenade und dem Restaurant El Meson Playa machen.

Salzmiere und Meersenf würzen hier die Landschaft aus Strandgräsern und freien Sandflächen. Vögel gibt es auch: Sandregenpfeifer, Austernfischer oder Brandgänse lassen sich in der Lagunen-Landschaft gut beobachten. Über Termine für Naturführungen informiert die Tourist-Info am Börn 2 am Hafen.

4. Hippie-Kultur auf dem Land

Für Laboe-Besucher lohnt ein Ausflug in den benachbarten „Lutterbeker“ nach Lutterbek. Die Mischung aus Kneipe, Küche, Kunst, Musik, Theater, Studio, Apartments, Laden und Fotografie ist weit über die Region hinaus bekannt. Hier kannst du irische Rockpoeten, Wasserkunst, Musikcomedy, Gypsy-Tango, Klezmerbands und vieles andere erleben. Einen eigenen Dokumentarfilm „Wo sich Chaos und Idyll die Hand reichen…“ von Linn Marx, Tochter des Hauses und Fotografin, gibt es auch.

5. Haikutter entern

Haie lauern in der Kieler Förde vor Laboe nicht. Aber Haikutter wie die „Gefion“, die nichts mit dem Haifang zu tun haben, aber wegen ihrer speziellen Ausrüstung am Fangplatz angeblich so gefräßig waren wie ihre Namensgeber. Sie wurden zwischen 1900 und 1940 in Dänemark erbaut. Einer dieser Traditionssegler bietet in Laboe zweistündiges Schnuppersegeln ohne technischen Schnickschnack an. Infos über Fahrten gibt ein Schild im Hafen.

6. Frachtersafari

Es muss ja nicht gleich Afrika sein. Auch an der Ostsee kannst du eine Safari erleben. Von Laboe aus starten in der Saison regelmäßig sonntags und montags Fahrten rund um den Kieler Leuchtturm auf der Außenförde. Zeitfaktor: zweieinviertel Stunden, die sich nicht nur für Foto-Freaks lohnen.

Statt wilder Löwen, Zebras und Elefanten bekommst du hier Frachter, Fähren, Kreuzfahrer, Marineschiffe und Tanker vor die Linse. Sie alle passieren den Verkehrsknotenpunkt Leuchtturm, wo die Lotsen sich die Klinke in die Hand geben. Die Tourist-Info am Börn 2 hat die Tickets.

7. Küstenkaffee schnuppern

Laboe hat eine eigene private Kaffeerösterei. In der Parkstraße 4 in Laboe bekommst du Kaffeespezialitäten aus aller Welt, die vor deiner Nase im traditionellen Trommelröster ihr besonderes Aroma erhalten. Die von Hand verarbeiteten Kaffeesorten tragen mitunter nordisch-maritime Namen wie Laboer Mischung, Free Wave oder Blonder Engel. Das Team der Kaffeeküste verspricht dir beste Qualität all ihrer Bohnen.

8. Mit „Blauort“ auf Fischfang

„Blauort“ ist in Laboe kein Pirat, sondern ein Motorschiff, das mit seinen Gästen auf Hochsee-Angeltour geht. Ob Dorsch oder Butt – du solltest auf jeden Fall am Ende des Tages etwas Frisches am Haken haben. Einfach mal im Hafen vorbeischauen. Wenn die „Blauort“ nicht gerade auf See ist, liegt sie dort und wirbt mit einem großen Plakat (und Telefonnummer) für dein spezielles Ostsee-Erlebnis.

9. Die Förde von oben sehen

Das Marine-Ehrenmal bietet schwindelfreien Besuchern einen exklusiven Panoramablick. In insgesamt 85 Metern Höhe über der Ostsee kannst du die Förde und das Hinterland aus der Vogelperspektive erleben.

Außerdem dient das Ehrenmal seit der Übernahme durch den Deutschen Marinebund 1954 als Gedenkstätte für die in beiden Weltkriegen auf See Gefallenen aller Nationen und als Mahnmal für den Frieden auf der Welt. Die Bauzeit des umstrittenen Ehrenmals dauerte bis zur Einweihung am 30. Mai 1936 übrigens knapp zehn Jahre.

10. U-Boot von innen sehen

Statt weiter Aussichten kannst du gleich nach deinem Ehrenmalbesuch enge Innenansichten im U-Boot „U-995“ am Laboer Strand unterhalb der Gedenkstätte erleben.

Der Kriegsveteran wurde 1965 nach vielen Jahren als Schulboot der norwegischen Marine als ein Geschenk zur Aussöhnung mit den Deutschen am Haken nach Kiel geschleppt und fand 1972 als technisches Museum in Laboe seine neue Bestimmung. Hier kannst du nicht nur dein technisches Wissen checken, sondern auch, ob du klaustrophobisch veranlagt bist.

Ein beliebtes Reise-Souvenir: ein Foto vom U-Boot "U995", das als technisches Museum dient.
Ein beliebtes Reise-Souvenir: ein Foto vom U-Boot "U995", das als technisches Museum dient. Foto: Nadine Schättler

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