Die Neuseeländerin Lisa S. arbeitete 2008 als Marketing-Managerin auf dem Kreuzfahrtschiff „Voyager of the Seas“, als eine Routine-Sicherheitsübung an Bord des in Barcelona liegenden Boots stattfand.

Während dieser Übung klemmte Lisa sich ihre Hand in einer eisernen, wasserdichten Tür. Sie brach sich zwei Finger und habe noch heute starke Schmerzen, berichtet der „New Zealand Herald“. Lisa verklagte die Reederei Royal Caribbean und gewann – sie bekommt rund 20,3 Millionen Dollar, umgerechnet 17,2 Millionen Euro.

Hand der Kreuzfahrtschiff-Mitarbeiterin ist dauerhaft geschädigt

Lisas Hand sei nicht nur einmal in der automatisch schließenden Tür eingequetscht worden. Bei dem Versuch, sie zu befreien, seien ihre Finger mehrmals hin- und herbewegt und immer wieder aufs Neue zerquetscht worden. Dabei habe sich Lisa zwei Finger gebrochen, zwei Nägel seien aus dem Nagelbett gerissen.

Das Problem: Ihre Verletzung wurde nicht richtig diagnostiziert und somit zu spät richtig behandelt. Auch heute könne sie die Hand noch immer nicht wieder vollständig bewegen, zudem leide sie unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, berichtet Lisas Anwältin der neuseeländischen Zeitung. Dinge, die normalerweise nicht wehtun, wie starker Wind oder Regen, verursachen bei ihr nun starke Schmerzen.

Das Gericht gab Lisa in ihrer Klage gegen Royal Caribbean jetzt recht. Das Unternehmen muss 17,2 Millionen Euro Schmerzensgeld an seine ehemalige Mitarbeiterin zahlen. Das Gericht erklärt sein Urteil zugunsten von Lisa mit einer fahrlässigen Handlungsweise des Kreuzfahrtunternehmens. Während einer Übung müsse es die Vorgänge besser überwachen, um Verletzungen vorzubeugen.