Was Magaluf gestartet hat, soll nun auch in Benidorm folgen: die Rückkehr zu mehr Ordnung. In dem Partyort auf Mallorca wird Fehlverhalten bereits konsequent getadelt – und das mit erheblichen Strafen und Summen. Besoffen an Häuser pinkelnde Briten sollen so aus dem Stadtbild verschwinden. 

Benidorm in Spanien ist nicht weniger bekannt für seinen Partytourismus. Dort verhalten sich die vorwiegend britischen Gäste aber nicht nur abstoßend, sondern auch noch lebensmüde: Auf zahlreichen Videos, die im Internet kursieren, sind Basejumper zu sehen, die sich von den Hochhäusern der Stadt stürzen.

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Am Samstag sind drei Männer aus dem Vereinigten Königreich bei dem Versuch festgenommen worden, vom Torre Levante zu springen, einem 120 Meter hohen Gebäude. Ihnen drohen jeweils Strafen von bis zu 300.000 Euro, so die britische „Sun“.

Zwar wurden in Benidorm bereits Weltmeisterschaften im Basejumping ausgetragen – aber natürlich mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen und Genehmigungen.

Benidorms Stadtrat, Lorenzo Martinez, kündigte an, solches Verhalten nicht weiter zu tolerieren. Er möchte einen Schlussstrich unter „unsoziales Verhalten“ setzen, das den Ruf der Stadt ruiniere. Benidorm solle nicht in dieselbe Falle geraten, in der Magaluf steckt. 

Schaut man sich allerdings das Angebot des Ferienorts an, scheint das Image nur schwer zu retten zu sein: Auf knapp 70.000 Einwohner kommen zur Urlaubszeit mehr als eine Million Touristen. Hochhaus-Hotelbunker bieten nicht unbedingt den Traum einer familienfreundlichen Anlage. Und obendrauf reiht sich Club an Club entlang der Strandpromenade. Dass ein Mann seine Hose in der Öffentlichkeit runterlässt: bisher keine Ausnahme.