Von den 140.000 Zügen, die 2017 ausfielen, verließen 40.000 nicht einmal den Startbahnhof. Das waren 0,3 Prozent aller Verbindungen. Immerhin 0,7 Prozent, knapp 97.000 Züge, verließen den Startbahnhof, erreichten aber nicht ihr Ziel.

Aktuelle Deals

Die Zuverlässigkeit der Züge wird sich 2018 wohl nicht verbessern

Die Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, die der „Rheinischen Post“ vorliegt. Die Prognose für 2018 sieht nicht besser aus: die Zahl der witterungsbedingten Weichenstörungen, zum Beispiel wegen Schneefall, sei in den ersten Monaten auffällig hoch gewesen.

Bis zum 23. April gab es 746 Weichenstörungen, nur 409 weniger als im gesamten Jahr 2017. Da waren es insgesamt 1.155. Auch bei der Pünktlichkeit der Fernzüge der Deutschen Bahn gibt es Probleme: von Januar bis März 2018 hat sie stark abgenommen. Im März war ein Viertel aller Fernzüge verspätet.

Ausfälle fließen nicht in die Statistik ein 

Dabei hat sich die Deutsche Bahn das Ziel gesetzt, dass im Schnitt 82 Prozent aller Züge 2018 pünktlich kommen sollen. Im ersten Quartal waren es aber nur 79,2 Prozent. Und das, obwohl ausgefallene Züge nicht einmal in die Pünktlichkeitsstatistik der Deutschen Bahn einfließen.

„Komplettausfälle oder Teilausfälle werden – wie übrigens bei anderen europäischen Bahnen auch – nicht in Statistiken eingerechnet“, heißt es dazu auf der Webseite der Deutschen Bahn. Die Einbeziehung der wenigen ausfallenden Züge würde sich nicht wesentlich auf die Gesamtpünktlichkeit auswerten, heißt es dort auch.