Allein die Vorstellung ist eine Zerreißprobe für die Nerven: Auf einem Flug brüllt ein Kleinkind mehrere Stunden lang durch. In einer Umfrage unter einem Artikel über einen solchen Fall haben wir unsere Leserinnen und Leser gefragt, ob sie für einen kinderfreien Langstreckenflug tiefer in die Tasche greifen würden.

Diese Frage spaltet: 52 Prozent sehen dafür keinen Anlass, 24 Prozent fnden die Idee nicht schlecht und 24 Prozent geben an, für so ein Angebot mehr Geld zahlen zu wollen. Noch gibt es diese Möglichkeit nicht – allerdings hat Japan Airlines vor einiger Zeit eine andere Lösung umgesetzt. Im Sitzbuchungssystem der Fluggesellschaft erscheint ein Baby-Symbol, wenn Reisende mit Kindern unter zwei Jahren Plätze reserviert haben. So können andere Passagiere ihren eigenen Sitzplatz möglichst weit entfernt von dem potenziellen Störenfried wählen. Die Meinungen zu dieser Funktion sind geteilt.

Bei deutschen Airlines gibt es solche Funktionen bislang nicht, auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) teilte die Lufthansa mit: „Bei Lufthansa ist eine solche Kennzeichnung nicht geplant. Regelmäßige Kundenbefragungen haben keinen diesbezüglichen Bedarf ergeben.“

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Es gibt jedoch ein paar Tricks, mit denen die Wahrscheinlichkeit, neben Babys zu sitzen, minimiert werden kann. Vielfliegerinnen und Flugbegleiter verraten, was du tun kannst: 

Minimiere die Lärmbelästigung

Buch einen Sitzplatz, der so weit von den Trennwänden in der Flugzeugkabine entfernt ist wie möglich. Denn an diesen „Bulkheads“ oder Schotten befinden sich in den meisten Flugzeugen die einzigen Vorrichtungen, mit denen Eltern sicher einen Sitz für Babys befestigen können.

Hier seien die Chancen, neben einem Kleinkind zu sitzen, das weniger als ein Jahr alt ist, also besonders hoch. Das berichtet eine erfahrene Stewardess auf der Hoteltester-Plattform „Oyster“.

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Eine Userin der Plattform „Travel“ empfiehlt, lärmschluckende Kopfhörer aufzusetzen – oder einen Sitzplatz in einer höheren Kategorie zu buchen. Hier würden vermutlich weniger Babys mitfliegen als in der Economy Class.

Trainiere dein Entertainment-Talent

Wenn sonst nichts hilft, dann auf jeden Fall das: Nimm die Situation gelassen! Stell dich dem Kind und seinen Eltern vor und beschäftige das Baby beispielsweise mit Kuckuck-Spielen.

Wenn es dich dann irgendwann im weiteren Verlauf des Fluges nerven sollte, hast du bei Sprössling und Erzeugern immerhin schon ein Stein im Brett. Natürlich nur, solange du freundlich bleibst.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Text erschien erstmals im Mai 2018. Wir haben ihn im Januar 2022 aktualisiert.